Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest
Aka „Fluch der miesen Drehbücher und Storylöcher 2“ oder „Jack is back“
Wieder einmal ein Streifen der Sorte:
Filme die die Welt nicht braucht.
Schon Wochen, nein Monate, vor der Premiere wurde „Fluch der Karibik 2“ in sämtlichen Filmzeitschriften und –foren zu Tode diskutiert, gelobt und hochgehypt und ist trotzdem oder gerade deswegen nicht fähig diesem Druck stand zu halten.
Dabei war die Ausgangsposition denkbar günstig: „Fluch der Karibik“ ist immerhin ein Erstlingswerk, das Boxofficerekorde brach, das Piratengenre wiederbelebte und eine durchaus sehenswerte Schauspielerriege und einen soliden Regisseur zu bieten hatte. Somit hatte der zweite Aufguss eine denkbar günstige Ausgangssituation und man konnte im Unterschied zu Teil eins noch zusätzlich auf Unmengen an Budget zugreifen und einen Fanpool vorweisen, über den sich George W. Bush bei seinen Umfragewerten freuen würde.
Außerdem war „Fluch der Karibik“ sowohl bei Filmkritikern als auch Zuschauern beliebt, hat in Sachen Disneyunterhaltung neue Maßstäbe gesetzt und die meisten Kritiker, die sich darüber brüskierten, dass man es hier schließlich mit der Verfilmung einer Disney - Themeparkattraktion zu tun hat und man deshalb Nichts erwarten kann, Lügen gestraft (In Fachkreisen war man sogar der Meinung, dass „Fluch der Karibik“ nach Piratendebakeln wie „Piraten“ oder „Die Piratenbraut“ der Flop des Sommers werden würde).
Und was hat man daraus gemacht?
Eine Fortsetzung alla „Matrix Reloaded“.
In einem Aufguss für die Massen gedreht; in der Mitte abgebrochen; komplett überzogen inszeniert; für die meisten Kritiker und Fans enttäuschend umgesetzt; keine Handlungsfäden aufgelöst und lediglich eine matte Kopie des Erstlingswerks.
Auch das extrem abrupte, hanebüchene und schlechte Ende erinnert erschreckend exakt an „Matrix 2“.
Es dient augenscheinlich nur dazu, möglichst viele (für dumm verkaufte) Kinogänger zum lösen eines Tickets von Teil 3 zu überzeugen.
Des weiteren haben sich die Verantwortlichen bei „Fluch der Karibik 2“ (ähnlich wie bei „Matrix Reloaded“) nicht auf eine zusammenhängende Story oder ihre gesamte Cast konzentriert, sondern ihren ganzen Film auf nur eine Person zurechtgeschnitten. Johnny Depp aka Captain Jack Sparrow.
Das Problem hierbei ist nur, dass Jack zwar ab und an durchaus witzige Auftritte hat, aber lediglich eine Nebenfigur ist und somit nicht einmal annähernd genug Potential hat einen kompletten Film zu Tragen (vor allem wenn er rund 3 Stunden dauert).
Somit hat man es geschafft einen absolut unverständlichen Kinderfilm mit einem dauerbekifften, sich selbst demontierenden Johnny Depp zu schaffen. Gratulation.
Zum Inhalt:
Der Film beginnt viel versprechend mit einer im Regen stehenden und von genialer (Zimmer-)musik begleiteten Keira Knightley, die anscheinend bei ihrer Hochzeit gestört wurde.
Doch schon der erste Auftritt von Johnny Depp alias Captain Jack Sparrow lässt erahnen, was man in den nächsten 160 (gefühlten 380) Minuten zu erwarten hat. Schlechten, überzogenen, völlig deplazierten Slapstick und Null zusammenhängende Story. Nach und nach werden ungefähr 10 verschiedene Storyfäden aufgegriffen, die jedoch nicht einmal annähernd (logisch) aufgelöst werden und meistens nur den Sinn haben einen Stichwortgeber für den nächsten „coolen“ Spruch von Jack darzustellen.
Da wären die Stränge rund um: