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Stalingrad, eine Stadt an der Wolga die den Nimbus von der Unbesiegbarkeit der deutschen Wehrmacht zerstören sollte. Diese Stadt brachte eine Wende im Krieg und erbaute währenddessen gleichzeitig eines der größten Massengräber der Weltgeschichte.


Erzählt wird die Geschichte von ein paar deutschen Gefreiten wie sie vom sonnigen Italien abgezogen werden und nach Russland gebracht werden, immer wieder wird ihnen von Offizieren eingehämmert, dass der "Endsieg" kurz bevorstände. Tatsächlich steht ihnen das Grauen bevor als die Stadt eingekesselt wird. Hunger, Durst und die extreme Kälte machen den Soldaten mehr zu schaffen als der vermeintliche Feind.

Das beeindruckende an dem Film ist zum einen, dass man den ganzen Spuk des 2 WK auch mal aus deutscher Sicht gedreht hat ohne irgendwas zu glorifizieren oder zu verharmlosen und zum zweiten, dass es kein wirklich herkömmliches Schlachtengemälde darstellt (kein Band of Brothers oder Soldat James Ryan) sondern sich vielmehr mit den Umständen, der Hoffnungslosigkeit des Einzelnen auseinandersetzt. Die Banalität und Sinnlosigkeit des Krieges treten hier enorm in den Vordergrund. Während sich die Soldaten die Hände und Füße abfrieren und nebenbei noch verhungern hällt Göring im Radio eine Rede das die Stadt genommen sei und der Krieg bald gewonnen sei.


Ich weiß, hier gehts um Filmbewertungen aber ein wenig Bildung tut ja auch ganz gut: In der Gedächtniskirche in Berlin hängt ein Bild von einem deutschen Arzt, dass er zu Weihnachten im Kessel von Stalingrad mit Kohle auf die Rückseite einer russischen Landkarte gemalt hat, -es ist mit einem der letzten Flugzeuge aus der Stadt rausgebracht worden, der Arzt selber hat den Krieg nicht überlebt. In diversen Kirchen gibt es inzwischen abgewandelte Kopien davon, auch in Wolgograd (ehemals Stalingrad)


Alles in Allem ist der Film ein wirkliches MUß!

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