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Die ledige, geschiedene Ashley Judd lernt einen seltsamen, ehemaligen Soldaten kennen und schläft mit diesem. Der Soldat beginnt sich einzubilden, dass Käfer im Haus sind. Er steigert sich immer weiter in diese Paranoia hinein und irgendwann beginnt auch Ashley Judd ihm zu glauben, dass die Käfer zur Überwachung von Menschen dienen, sich in deren Blutkreislauf befinden und an irgendwelche Menschen Signale senden. Am Ende bringen sich die beiden um, da sie glauben, dass die Käfer sich nur über ihre beiden Körper vermehren können.
Schade, dass dieser Film, in dem eigentlich Potential gesteckt hat, so inszeniert wurde. In den ersten 45 Minuten passiert im Prinzip gar nichts, außer, dass die beiden sich kennen lernen. Die Paranoia werden nur in der letzten halben Stunde intensiv gezeigt.
Die Charaktere gehen noch, aber dennoch ist es unglaubwürdig, dass eine "normale Frau" sich von einem schizophrenen Quertreiber in so kurzer Zeit vollkommen verwirren lässt.
Die letzten Minuten, in denen eignetlich Spannung hätte entstehen sollen, sind zu krank, übertrieben, damit unglaubwürdig und daraus resultierend langweilig. Die Verschwörungstherorien sind ermüdent und wirken sogar ungewollt lustig. So wirkt auch der Moment, in dem die beiden sich verbrennen, der eigentlich schockieren sollte, auf den Zuschauer eher lachhaft, womit der Film seine Wirkung verfehlt.
Die 4 Punkte, die ich dem Film gegeben habe, resultieren daraus, dass die ersten Wahnzustände noch spannend sind, Ashley Judd hervorragend spielt und zumindest die Grundhandlung sehr gut, wenn auch schwach inszeniert, ist.
Zusammenfassend ist Bug anfangs ganz vielversprechend, auch wenn der Film ruhig etwas schneller hätte anlaufen können, wird dann aber zunehmend unwahrscheinlicher und unglaubwürdiger. Das Ende ist eher lachhaft und wirkt nicht so schockierend, wie es sollte. Auch für Psycho-Freunde ist der Film eher zu schwach.

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