Erkan Maria Moosleiter und Stefan Lust, besser bekannt als “Erkan und Stefan” machen einen Film. Und alle Kinder bzw. diejenigen, die solche geblieben sind freuen sich über 90 Minuten Humor von der debilsten Sorte. Obwohl ich mit dem Humor der beiden gar nichts abgewinnen kann und ihre dämliche Show “Headnut TV” verabscheue, wurde es nicht ganz so schlimm wie erwartet. Aber richtig gut ist das Ganze sicher nicht.
Die Story ist schnell erzählt: Die beiden Blödel Erkan und Stefan geraten durch unglückliche Zufälle an einen Bodyguardjob: Sie sollen die schöne Nina (Alexandra Neldel) beschützen, die im Besitz einer hochbrisanten Kassette ist, die den bis heute ungeklärten Mord an Uwe Barschel klären soll.
Wobei ich wette, das 95% der Zielgruppe des Films eh nicht weiß, wer der ist.
Atmosphärisch wurde das Ganze recht ordentlich umgesetzt. Viele Splitscreeneinstellungen und gute Actionsequenzen lassen keinen Zweifel daran aufkommen, was Regisseur Michael “Bully” Herbig mit einem etwas höherem Budget anstellen kann. Für eine Komödie also eine außergewöhnlich actionreiche Story, wobei viele Klischees aus bekannten Ballermovies auf die Schippe genommen werden.
Im Gegensatz zur optischen Umsetzung ging das Drehbuch völlig in die Hose. Ich hab wirklich keine einziges Mal auch nur ein müdes lächeln herausgebracht und das ist natürlich der Todesstoß für eine Komödie. Ich kann mir richtig vorstellen, wie sich 12jährige Kiddies im Kino bei jedem Scheiß-Witz vor Lachen wegschmeißen. Ich find’s echt nicht komisch, über die beiden kann ich einfach nicht lachen. Intelligenz ist insgesamt ein Fremdwort in diesem Film. Nicht einmal ein hoher Alkoholpegel wird darüber hinwegtäuschen können.
Lichtblick im Film ist Alexandra Neldel. Schauspielerisch zwar nicht so begabt, dient sie wenigstens als optischer Leckerbissen und ist ein Grund, vielleicht doch mal reinzuschauen. Ansonsten kann ich “Erkan und Stefan” nicht soviel abgewinnen. Die Atmosphäre stimmt zwar, doch die beiden Hauptdarsteller nerven mich gewaltig und wer auch nur etwas anspruchsvollere Kost gewohnt ist, wird sich mit Grauen abwenden. Naja, wem’s gefällt...