Review

Ja, ich kenne den kommerziellen Erfolg dieses Streifens und weiß auch um seine Bedeutung das Feeling einer Generation betreffend; als ich früher viel Zeit hatte, Modellschiffe und Modellflugzeuge zu bauen, hätte der bloße Anblick einer F - 14 und eines Flugzeugträgers in einem Spielfilm mich wahrscheinlich zu einer 10 / 10 - Wertung bewogen, und der hier etablierte Cruise - Typus ist ja nicht allzu entfernt beispielsweise vom Hasselhoff - Charakter aus "Knight Rider".

Aber das ist Jahre her.
Mittlerweile sind wir alle reifer, und es müssen andere Maßstäbe gesetzt werden.

Und da sehe ich in "Top Gun" nur noch einen Werbefilm der US - Navy, verpackt als prolliges Teenie - Cinema, starke, edle Frauenhelden in Harleys und Kampfjets, Klischee - Charaktere und zwischenmenschliche Fließband - Konflikte, mit zwar optisch schicker, aber zu jeder Zeit triefend - überzogener Inszenierung und immerhin nett gemeinter und passender Mucke.

Und das war's?

Ja, das war's. Mal abgesehen davon, dass hier ein auch heute noch so gut wie nie überzeugender, überbezahlter Pseudo - Star namens Tom Cruise seine Karriere mit einer girliefreundlichen Laiendarstellung beginnen durfte.

Tony Scotts ( der glücklicherweise später mit beispielsweise "True Romance" oder "The Last Boy Scout" noch wesentlich bessere Filme drehen sollte ) "Top Gun" will etwas Gefühl von Jugend- und Freiheitsflair vermitteln und abgesehen vom übertriebenen Pathos auf der Welle mitreiten, die "Easy Rider" etablierte und heute durch Filme wie "The Fast and the Furious" repräsentiert wird. Nettes Ära - Popcornkino, mehr nicht, wirklich nicht.

Aber das kann mir keine wirklich akzeptable Bewertung mehr wert sein, sorry.

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