Review

Im New Yorker Millennium Building spielt der Lift verrückt & tut Dinge, die ein Lift nicht tun sollte. Der Monteur Mark Newman (James Marshall) & die Journalistin Jennifer Evans (Naomi Watts) gehen der mysteriösen Sache auf den Grund.

"Elevators like to kill people. It's common knowledge. 10 people get on, 9 people get off."

Siebzehn Jahre nach seinem kultigen Spielfilmdebüt durfte Dick Maas seinen Fahrstuhl des Grauens in Hollywood remaken, wobei die Außenaufnahmen vor Ort in New York entstanden, die meisten Innenszenen indes in Holland gedreht wurden. Etwa 15 Millionen Dollar stellte man ihm dafür zur Verfügung, das ist ca. 40 x so viel wie beim ersten Versuch 1983. Maas konnte also klotzen & so ist Down weit größer, blutiger, spektakulärer, technisch versierter, actionreicher & aufgeblasener als De Lift. Der Film ist auch länger (107 Min.), die Besetzung ist namhafter & außerdem hat er einen höheren Bodycount sowie mehr Schocks. Down bietet somit sowohl einiges an Schauwerten als auch entsprechenden Mehrwert.

Was den Streifen an sich natürlich nicht besser als das Original macht. Manches allerdings ist besser. Naomi Watts etwa, knapp vor ihrem Durchbruch mit Mulholland Drive. Die Frau strahlt förmlich mit ihrer Ich-bin-für-Größeres-bestimmt-Aura. Die Nebenrollen sind mit Michael Ironside, Ron Perlman & Dan Hedaya erstaunlich prominent besetzt. Und da der Film im Big Apple spielt, gibt es viele hübsche New-York-Shots, natürlich mit dem WTC, welches wenige Monate nach Veröffentlichung des Streifens nicht mehr existieren sollte. Bereits das Intro mit der nächtlichen NY-Skyline & einer Kamerafahrt über die Stadt ist erste Sahne. Und die berüchtigte "Handszene" kommt hier ebenfalls viel besser.

Neben den aufgewärmten Murder-Set-Pieces (der Blinde, diesmal ein Schmierlappen & mit Hund, sowie der geköpfte Wachmann) hat man sich ein paar zusätzliche Lift-Kills einfallen lassen, wovon mir das Abservieren des coolen Rollschuhläufers am besten gefällt. Aber auch die Entzweiung des Soldaten ist gelungen. Den makabren Humor hat Maas auch nicht verloren. Das Mädchen mit der Puppe ist mit einem höllischen Kindermädchen namens Ilsa geschlagen & nach der Sequenz mit den Schwangeren (nicht alle Schwangere, die in den Lift steigen, sind noch schwanger, als sie unten ankommen) schneidet er auf eine Küche mit brutzelnden Burgern. Das CGI ist nicht gut, aber gerade noch ok & als Rausschmeißer grölen Aerosmith Love in an Elevator. Hat mich wieder gut unterhalten.

6,5/10

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