Gehe niemals in ein einsames, verlassenes Haus, vor allem wenn es der Ruheort sowohl eines weiblichen Dämons, als auch eines grausam ermordeten Mädchens ist! Für sechs Freunde kommt diese Warnung zu spät, denn sie befinden sich bereits in jenem Haus und erwecken tatsächlich den Sukkubus zu neuem Leben. Niemand kann ihren tödlichen Kräften widerstehen ... und niemand hat eine Chance, das infernalische Blutbad zu überleben!
Das sich die Macher hier gerne ein Stückchen von der Tanz der Teufel Popularität abgeschnitten hätten, ist hier wirklich unverkennbar. Einsame Hütte, Ritualbuch im Keller eingebunden in Menschenhaut, lautes Vorlesen bringt Dämon auf den Plan, tote Freunde kehren als Zombies zurück und natürlich eine Prise kruden Humors lassen doch sehr stark an den Raimi Klassiker erinnern. Zumindest in Ansätzen funktioniert das erstaunlicherweise auch hier gar nicht mal so schlecht, nur komprimierte man die amüsanten Splatterparts beinahe ausschließlich in den Showdown, was leider den Anlauf dahin doch ziemlich zähflüssig erscheinen läßt.
Die ersten zwei Drittel lassen dabei so gut wie alles an Entertainment zu wünschen übrig, was dann im Gegenzug im Finale dann wieder sehr gut abläuft. Es dauert eben gefühlte Ewigkeiten, bis unsere acht Hausrenovierer in die Pötte kommen. Man zickt sich ein wenig an, findet eben das Buch, das den Sukkubus mittels Elementen-Ritual zum Leben erweckt, erfüllt auch unwissend die ersten Vorgaben dazu, aber wirklich prickelnd ist das alles zum Anschauen nicht so wirklich, zumal einem auch keiner der Truppe so richtig ans Herz wächst.
Man wundert sich zunächst über die komischen Charakterzeichnungen, wie den Muskelprotz der im Dunkeln Angst hat oder den völlig überzeichneten Makler, bis man irgendwann merkt, das diese überhaupt in Richtung Parodie gedacht sind. Am Ende merkt man da schon einen Plan, nur ist das Konzept noch recht unausgegoren. Das merkt man auch sehr gut daran, das einem zu den Anfangscredits haufenweise nackte Tatsachen entgegenspringen, später aber offensichtlich alle, sogar die Gruppenschlampe, offensichtlich eine no Nudity Klausel im Vertrag hatten.
Kleiner Tipp: wem der Regisseur und die Darsteller gefallen haben sollten, fast die komplette Truppe gab es in der nächsten Splatterkomödie Zombie Strippers zwei Jahre später erneut zu sehen. Hier bleibt ein eher zwiespältiger Eindruck zurück, aber aufgrund der letzten, wirklich spaßigen, halben Stunde, ist the Butcher (was hat eigentlich der Titel zu bedeuten?) für mich noch im knapp positiven Bereich. Zumindest wird ordentlich Blut und Gedärm gesuppt und die Maske der Ritualeule ist auch sehr gut gelungen.
6/10