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„Good Morning Althea“ ist ein klassischer Sci-Fi-Mecha-Fight-Anime, und eben auf diesen Mecha Fights liegt dann auch das Hauptaugenmerk der gerade mal 50 Minuten Laufzeit, die etwas gering bemessen wirkt. Irgendwie hat der ganze Film so einen Touch von unfertig, oder aber Teil eines größeren Ganzen. Außer einer kleinen Texttafel zu Beginn wird einem nicht viel an Hintergrundinformationen zur Geschichte geboten und auch spätere Versuche den Charakteren durch Rückblenden mehr Profil zu verleihen wirken eher deplaziert und bieten wenig neues. So bleibt es für den Zuschauer bei den Kampfhandlungen, die zum großen Teil in Mechas absolviert werden. Für Fans dieses speziellen Genres kann das sicherlich recht unterhalten sein, mich langweilt es aber eher.
Daran dürfte zu einem nicht geringen Teil die inzwischen recht veraltet wirkenden Zeichnungen und Animationen schuld sein. Die Designs sind ganz brauchbar, die Mechas ganz OK und manche Gegner (wie die Spiders oder der Automaton) wenn auch nicht sonderlich kreativ, so doch recht wirkungsvoll. Aber leider gelingt es den Zeichner nicht das ganze kontinuierlich gut umzusetzen. Auch die Animationen sind zum großen Teil eher zweckmäßig gehalten und auf jeglichen unnötigen Aufwand wurde verzichtet. Das war schon anno 1987 eher durchschnittlich und ist inzwischen stark in die Jahre gekommen. Wenn man sich da mal den ein Jahr älteren „Laputa“ (1986) zum Vergleich heranzieht. Althea steht da eher noch auf dem Level eines „Toward the Terra“ (1980).
So hangelt sich das ganze also gute 50 Minuten lang von einem Kampf zum anderen, die mit viel Kabumm in Szene gesetzt werden. Kaum etwas, dass nicht mit einer gewaltigen Explosion in die ewigen Jagdgründe eingeht, und das auf einem Raumschiff. Die Charaktere bleiben trotz Bemühungen flach und die moralisch „Lebt in Frieden miteinander“ Botschaft mit samt dementsprechendem Happy End lässt einen reichlich kalt.
Als kleine Erheiterung am Rande sei noch die Titelmelodie erwähnt, die mich spontan irgendwie an „Spiel mir das Lied vom Tod“ erinnerte (ich glaube das Sweetwater-Theme müsste es sein) und gegenüber den sonst vorherrschenden Synthiklängen auch etwas aus dem Rahmen fällt.
Wie gesagt, für Mechafans vielleicht ein guter Film, für alle anderen eher nicht.

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