Review

CLERKS 2

Kevin Smith drehte 1994 im Rahmen seiner New Jersey-Trilogie den Film "Clerks – die Ladenhüter", der dann auch bei uns im original mit deutschen Untertitel lief. Smith drehte den Film, der fast ausschließlich in einem kleinen Gemischtwarenladen (Quick-Stop) spielt. In Amerika hatte der Film, der übrigens rein in schwarz-weiss gehalten ist, Probleme aufgrund der sehr derben Sprache. Der Film entwickelte sich zu einem Geheimtipp und ist auch heute noch ein absoluter Kultklassiker. Smith bescherte uns mit "Mallrats" und "Chasing Amy" ebenfalls zwei sehr gute Komödien, die aber nicht ganz an die Klasse von "Clerks" heranreichten. Jay und Silent Bob sollten ständige Begleiter werden. Die beiden hatten ja auch gute Nebenrollen in "Dogma" und bekamen schließlich ihren eigenen Film "Jay and Silent Bob schlagen zurück". Dieser Film schwamm auf der "American Pie-Welle" mit und war viele eine Enttäuschung, das der Smith-eigene Humor und Stil nicht herausgearbeitet wurde. Ab in die Tonne. "Jersey Girl" war dann ein Riesenflop. Nun wurde es dann doch langsam eng und es sollte schon mal wieder ein Treffer gelandet werden. Also "Clerks 2". Als alter Fan war ich sehr skeptisch bezüglich einer Fortsetzung. Würde das Konzept von damals auch über ein Jahrzehnt später noch aufgehen? Sind die Dialoge immer noch so fetzig und bissig?

Story:

Das alte Quick Stop ist abgebrannt und unsere zwei Helden: Dante Hicks (Brian O`Halloran) und Randal Graves (Jeff Anderson) haben einen neuen Job in einem kleinen Fast-Food-Restaurant gefunden. Dante hat eine Verlobte namens Emma, mit der er nach der Hochzeit nach Florida ziehen möchte. Aber eigentlich mag er lieber die Restaurantbesitzerin Becky.

Hat sich also etwas geändert? Nein. Und das ist schon mal die erste positive Nachricht. Randal ist nach wie vor der total durchgeknallte, vulgäre, beleidigende Typ, der in seinem Arbeitskollegen – dem gläubigen Elias (Trevor Fehrman) – ein neues Opfer gefunden hat. Dante ist immer noch der ruhigere Gegenpart zu Randal und liefert sich mit ihm die so geliebten Wortgefechte zu Hauf, wobei nicht nur die Sex-Themen im Vordergrund stehen.

Die Dialoge sind vielleicht nicht so überraschend und heftig wie im Debut, aber immer noch erste Sahne.

Kevin Smith baut in den Nebenrollen wieder auf die üblichen Verdächtigen, also neben Jay and Silent Bob: Jason Lee (als Gurkenf***er) und Ben Affleck. Das passt also auch wieder.

Fazit: Endlich mal eine gelungene Fortsetzung. Eine Komödie, die mal wieder Spass macht. Vielleicht eine Spur zuviel Schmalz und Sentimentalität am Schluss. Aber irgendwie musste Smith ja nach Dantes "Junggesellenabschied" (iaah!!) wieder die Kurve kriegen. Ich hätte nichts gegen einen weiteren Teil.

9/10

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