The Host ist eigenwillig und kann unter falschen Voraussetzungen angesehen werden.
Im Gewand eines Monsterfilms flimmert koreanische Gesellschaftskritik gepaart mit einem gefühlstiefen Familiendrama über unseren Bildschirm.
Wer ein Popcorn-Blockbuster wie GODZILLA erwartet, wird empört die DVD in die Ecke pfeffern. Der Redeanteil ist in diesem Streifen höher als der Actionanteil. B-Movie-Fans bleiben unbefriedigt auf der Strecke. Die Inszenierungsweise setzt sich wie ein Patchworkmuster aus verschiedenen Genres zusammen. In einem Augenblick schmunzelt man über die Geschehnisse, um im nächsten Moment mit einer emotionalen Tiefgründigkeit konfrontiert zu werden, die einem fast den Atem nimmt.
Asiatisches Overacting kommt ebenso (nervig) vor, wie sehr ruhige und auch sehr pathetische Szenen. Die Musik scheint dieser recht eigenwilligen Spur zu folgen. Die Spezialeffekte sehen anständig aus.
Der etwas andere Monsterfilm, in dem kritische Töne gekonnt parodiert und umgesetzt werden. Der Film wird nicht jedem gefallen - und Mainstream ist das Ergebnis sicherlich nur in Korea.