Sean und seine Freundin Billie sind Cops bei der Polizei von Los Angeles. Michael, der jüngere Bruder von Sean und Kleinkrimineller, arbeitet für den Gangsterboss Rhodes, einen skrupellosen Geschäftsmann und Killer. Sean durchschaut dies und versucht seinen Bruder zu schützen. Als jedoch Michael von einem miesen Drogendealer bei Rhodes angeschwärzt wird, nimmt das Unheil seinen Lauf.
Martial Law ist nicht nur der Nickname des hauptrollenden Cops, sondern auch der Name eines netten kleinen B-Kloppers, der mit Cynthia Rothrock und David Carradine sogar recht prominent besetzt ist. Zunächst fällt dem Zuschauer aber erstmal die grottige Synchro auf, mit der die meisten Darsteller gestraft sind (unterboten wird diese Qualität aber noch mühelos vom zweiten Teil der Reihe), dafür kann der Film jetzt zwar nix, mindert aber deutlich das Sehvergnügen. Auch schade das ich nur die FSK 16 DVD zur Verfügung hatte, denn das hier mehrmals geschnitten wurde ist allzu auffällig, denn wirklich jedes Fitzelchen was nach ein bißchen Blut oder Brutalität aussieht wurde mit dem groben Rasenmäher wegrasiert.
Die Story ist wie gewohnt nicht wirklich der Rede wert. Sean hat einen doofen Bruder, der für den Oberfinsterling Dalton Rhodes arbeitet, nur Trouble verursacht und in meinen Augen gerechterweise von selbigen exekutiert wird. Martal Law Thompson nimmt das allerdings irgendwie persönlich, schleust sich in die Auto- und Waffenschieberbande ein. Da aber auch Rhodes ein Spitzenkämpfer ist, läßt sich schnell der weitere Ablauf und der Showdown vorausahnen.
Die Anzahl der Fights ist dabei absolut ok, jeder darf mehrfach ran, die Qualität scheint auch ok zu sein (soweit es der Cut erkennen läßt) und auch die Darsteller haben ihre Bewegungen drauf. Es gibt hier zwar keinen neuen Bruce Lee, aber die Choreographie ist ansprechend ausgearbeitet. Die Schauspieler selber agieren soweit routiniert, nur Held Chad McQueen ist ein selten charismaloses Weißbrot (sein Nachfolger Jeff Wincott ist aber um keinen Deut besser), da weiß man einen Vand Damme oder Dudikoff erst richtig zu schätzen. Doll isses nicht was Martial Law bietet, aber für einen gepflegten Haudrauffilm gehts noch. Allerdings gibt es hunderte bessere Genrevertreter.
6/10