Und wieder ein Film aus Fernost...
eigentlich wundert es keinen dass die Zahl solcher Filme immer mehr zunimmt, denn sie standen für eine Mischung aus guter Action und Dramatik welche in Amerikanischen Filmen meist entweder fehlt, oder sehr oberflächlich ist.
Und wen wundert es dass diese Filme langsam aber sicher nachlassen...?
Dieser Film ist, wie es der Tittel schon ankündigt wieder ein Film der brutalen Sorte, auch wenn man dies in der ersten Stunde nicht so recht glauben mag!
Die Story ist simpel und schnell erzählt:
Es geht um einen Polizisten welcher, als er erfährt dass ein alter Freund ermordet wurde, in seine Heimatstadt zurückkehrt und dort seine noch verbliebenen Jugendfreunde trifft. Schnell entscheiden sie sich den Mord aufklähren zu wollen, ziehen jedoch anfänglich noch alleine loß.
Nach und nach, entwickelt sich die Geschichte nach einem leider zu bekannten Muster!
Obwohl die Story schlichtweg enttäuscht und die Schauspieler besser hätten sein können, fasziniert die extravagante Kammeraführung und der schnitt, was sich schnell in den Szenenübergängen zeigt: mal von rechts, mal von links und mal aus der mitte heraus überblendet bzw. hereingefahren, sind die Schnitte so gewagt altmodisch wie lange nichtmehr.
Die Kammera fährt bedacht, aber auch rasant über die Szenarien und hält so das Bild, manchmal schnell und nervös, dann aber wieder in Zeitlupe und fast epischen Bildern fest!
Auch die Suche nach dem Täter, ist anfänglich faszinierend, als man im Splitscreen verfahren beide "Helden" (bzw. Hauptdarsteller) gleichzeitig suchen sieht.
Auch die Optik ist detailverliebt und zeigt ab und zu Bilder, die an "A Bittersweet Life" und andere stilvolle Filme erinnern.
So ist der Kampf gegen eine HOrde von weißgekleideten, mit Messern bewaffneten Leuten schön und faszinierend anzusehn!
Auch der Score ist ausergewöhnlich, so besitzt er nur stellenweise die in Fernost beliebte Klassische Musik. Der Rest erinnert einen schon fast an Filme wie "Desperado" oder "Once Upon A Time In Mexico", was dem Film ein Desperado ähnlichen Rache Flair verpasst.
Der Regisseur muss sehr verliebt gewesen sein...
... verliebt in Massenschlägereien und Martial-Arts Einlagen wie in Ong-Bak, so wird wirklich mit allen mitteln gekämpft, sei es eine Breake-Dance Kampfsportart oder einfach nur viele Jugendliche mit Baseballschlägern.
Fazit:
Es hätte schlimmer kommen können, doch der Film hält nicht was er verspricht. So stecken in der mit dem Innhalt beschrifteten Wundertüte nur billige, doch sehr ausgefallene Dinge!
Respekt an die mutige Drehweise des Regisseurs, aber einen Daumen nach unten für das Drehbuch.
Alles in allem verdiente 5/10 Punkte!