Polizist Jung Tae-soo kommt in die Stadt seiner Jugend zurück, um an der Trauerfeier seines Freundes Wang-jae teilzunehmen. Hier trifft sich seine ehemalige Clique wieder und bald reift der Wunsch, die Hintergründe des Mordes an Wang-jae zu erforschen. Nicht jeder ist davon begeistert und bald sieht sich Jung Tae-soo mit diversen Gegnern konfrontiert.
Dies verbindet der von Ryoo Seung-wan inszenierte Film immer wieder mit Rückblenden in die Jugend der Beteiligten. Die Figuren werden ins Verhältnis gesetzt, Verbindungen geknüpft, dies untermauert in seinen paar Sequenzen die früheren Freundschaften und verleiht der Geschichte eine persönlichere Ebene. Dabei ist die finale Konfrontation früh vorhersehbar, ein großes Geheimnis macht das Krimidrama hierum auch nicht. Es sind eherdie Beziehungen der Figuren zueinander, die Entwicklung von damals nach heute und die Verstrickungen der Lebenswege. Dies auch unter Zuhilfenahme mancher Kampfsport-Einlage. Insbesondere das Finale hat hier ein paar ansprechende Bilder parat, wenn auch nicht immer eine gute Übersicht gegeben ist.
Der streckenweise westernartige Score unterstreicht atmosphärisch die Lone-Ranger-Attitüde, die „The City of Violence“ mitunter versprüht, dabei aber dennoch auch immer die Verbindungen unter den Figuren sucht.
Die Erzählung ist mitunter sprunghaft, kümmert sich aber ausreichend um seine Charaktere, durch die unterschiedlichen Entwicklungen dieser ergibt sich ein dynamisches Gruppenbild. Der eigentliche Plot ist dafür eher wenig komplex, die Ermittlungsarbeit birgt wenig Überraschungen und führt recht geradlinig in seinen knapp neunzig Minuten zum Ziel.
„Es geht bald zu Ende.“
Als Mischung aus Krimi und Drama funktioniert „The City of Violence“ mit seiner immer wieder die gemeinsame Vergangenheit der Figuren einwebenden Erzählung solide, wenn der Plot an sich auch nicht sonderlich komplex ist. Die Action, so sie denn stattfindet, hat oft Hand und Fuß und gerade im Finale teilen die Protagonisten gut aus. Vollends überzeugen will das Werk mit seinem schwankenden Fluss zwar nicht, punktet aber mit seinen Figuren, deren Beziehungen und dieser Atmosphäre von Wiedervereinigung alter Gefährten.