Es gibt minimal eine Millionen Insekten, - da kann es ja nicht so schwer sein, daraus einen kleinen Tierhorror-Streifen zu basteln, beispielsweise mit mutierten afrikanischen Käfern.
Ist es auch nicht, wenn man bekannte Muster routiniert abspult und dabei ein ordentliches Erzähltempo vorlegt.
Held unserer Geschichte ist Doc Ben Cahill, der auf einer Insel nahe Maine strandet und von vornherein ein Außenseiter-Dasein fristet. Das wird noch bedrohlicher, als mutierte Insekten das ländliche Völkchen bedrohen und Cahill als Sündenbock herhalten muss.
Ein Dorfsheriff und eine Ladentante stehen ihm immerhin zur Seite…
Mit den wesentlichen Zutaten funktioniert die Sache ganz ordentlich. Die Käfer/Kakerlaken wirken trotz einfacher CGI größtenteils authentisch und gerade aufgrund krabbelnden Ekels sorgt man für stärkere Spannung als durch künstlich hervorgerufene Bluteffekte.
Figurentechnisch ganz klar: Der Doc ist ein Lieber, die Ladentante auch nett, der Sheriff braucht eine Weile, aber ansonsten zermürben Rednecks das Treiben der rettenden Hauptfiguren. Aber wir ahnen, dass das Gute, auch wenn er vom Mob zwischenzeitlich verprügelt wird, am Ende Recht behalten wird.
So will Held Doc seinen Kühlschrank von Getier befreien, er überfährt einen Infizierten, dann verschwindet ein Vieh im Abfluss und für ein kleines Rendezvous zwischen Held und Ladentante bleibt auch noch Zeit.
Später verwandeln sich Befallene in blutende Insektenopfer, doch noch immer ahnt niemand etwas außer den Helden.
Ganz gut ab geht es in einer Scheune, im Haus eines bereits Verstorbenen und final haben die Biester auch noch Flügel.
Sogar die Synchro spielt schön mit, die Kamera variiert hübsch und befindet sich häufig auf Insektenhöhe und der Score ist angemessen.
Letztlich lamentieren die Hinterwäldler, das Amt für Seuchenbekämpfung wird einberufen und ein Koch und ein Automechaniker schauen aus der Tür, während sich Gewaltigeres anbahnt.
Da fliegt showdownmäßig so Einiges, auch als einem einheimischen Jungen ein Luftröhrenschnitt verpasst werden muss und unser Doc seiner Heldenrolle einmal mehr gerecht wird. Das Erzähltempo bleibt konstant hoch und das ist löblich.
Als Starkregen hinzukommt, setzt man gar noch einen drauf und am Ende wird es zwar hanebüchen, aber sympathisch, als sich zwei gegenseitige Lager zusammentun.
Da fliegt ein Riesenschwarm durch die Lüfte, man sucht Unterschlupf unter einem Boot und auch wenn der Schwarm am Ende doch ein wenig dürftig ausschaut, kommt der Showdown recht solide daher.
Darstellerisch in Ordnung, mit Gesichtern wie Dean Stockwell und John Savage angereichert, geht das TV-Vehikel voll okay, man ist latent bei der Sache und der Tierhorror-Fan findet ein gesundes Mittelmaß vor.
Keine Genre-Perle, aber ein ordentlicher Beitrag, der sich so leicht hinter keinem zeitgenössischen Artverwandten verstecken muss.
6 von 10