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In den 60ern entstand eine neue Form des Western. Der Italowestern (auch Spaghetti Western genant) gehört bis heute zu den berühmtesten Western – Arten der Welt. Regisseure wie Sergio Leone und Sergio Corbucci drehten Filme die heute bereits Kult und unvergesslich sind. Wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und natürlich auch „Django“.

Der Mythos „Django“ ist sehr verbreitet. Das kommt daher das viele Western (meistens aus den 70ern) „Django“ genant wurden. Gerade in Film- und Rollentiteln. Und in den meisten Fällen hießen die Filme und die Revolverhelden garnicht „Django“ in der Originalfassung. An diesem Film wurden unzählige Western drangehangen die mit diesem Original kaum was zu tun haben.

Viele Aufgüsse folgten (auch mit Franco Nero) aber dieser Film ist an Brutalität und Erbarmungslosigkeit kaum zu überbieten. Ich rede über einen Film der in unzähligen Ländern auf dem Index stand und in einigen Ländern erst in den letzten Jahren zum ersten mal lief. Sergio Corbuccis „Django“.

Die Story ist sehr gelungen. Ein unbekannter Revolverheld spielt zwei rivalisierende Banden gegeneinander aus. Was auch noch Kult an dem Film ist das Django einen Sarg mit sich rumschleppt in dem sich ein Maschinengewehr befindet. Also die Story ist schonmal Klasse und viel besser als andere lahme Kopien wo es meistens nur um Rache.

Die Action in dem Film beschränkt sich auf Schießereien. Wie in jedem Western halt, scharfe Schüsse und treffsichere Schützen sehen wir hier. Leider sind einige Szenen sehr lang gezogen. Die Szene wo Django den Sarg und das Maschinengewehr platziert. Knapp 5 Minuten geht diese Szene und sie ist zum einschlafen.

Nun zu einem Thema das mir nicht so gefiel aber einfach in den Film reingehört. Die Gewaltdarstellung ist in vielen Fällen sehr übertrieben dargestellt, das ist halt eben Western. Viele harte und durchaus für einen Italowestern bekannte Szenen sind hier zu sehen. Wie die „Ohren Szene“ aber auch die Endszene mit dem Gewehrkolben und Djangos Händen.

Es ist klar das einige Leute bei solchen Szenen sich ekeln und den Kopf schütteln. Aber der Italowestern ist halt eben bekannt für Erbarmungslosigkeit und Schießereien sonst wäre es kein Western. „Django“ ist ein ziemlich guter Western mit einigen extremen Aussetzern in der Story. Aber sonst könnte man ruhig ein Blick riskieren.

Die Atmosphäre ist ziemlich gelungen. Eine schlammige Stadt mit scheinbar nur 8 Einwohnern. Die Musik ist ebenfalls passend und gelungen. Natürlich nicht in dem Ausmaß eines Sergio Leone Films. Eigentlich ist „Django“ ein toller Western aber viele kleine Fehler haben sich eingeschlichen. Das muss man aber nicht so genau nehmen. Denn der Film ist von 1966.

Die Darstellung ist makellos. Franco Nero als unbarmherziger Revolverheld. Aber auch die Nebenrollen wurden passend besetzt. Spannung ist im Film nur in einigen Stellen auffindbar. Sergio Corbucci drehte nach dem Ende der Italowestern nur noch harmlose Prügelkost a´la Bud Spencer. Ebenfalls unvergesslich ist Corbucci´s Westernschmaus „Leichen pflastern seinen Weg“.

„Django“ überzeugt durch die Action und durch die einwandfreie Darstellung. Die Story ist ebenfalls gelungen. Leider mit vielen kleinen Längen und Fehlern. Die Brutalität im Film scheint Geschmacksache zu sein. Die Spannung ist ebenfalls nur Durchschnitt. Trotzdem ist und bleibt „Django“ Kult und ist für jeden Western Fan Pflichtprogramm.

Fazit: Ein Highlight des Italowesterns!

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