Review

EInes vorweg: Ich schreibe diese Kritik weder als Italo-Western-Fachmann noch als ausgesprochener Fan von Western. Also ein solcher Fachfremder kann ich auch gleich noch etwas vorweg nehmen: Ich verstehe den Django-Hype ganz und gar nicht.

Zunächst ist die Story sehr simpel gestrickt und erfindet das Rad keineswegs neu. Djangos "Beziehung" zu Maria ist wenig ausgearbeitet und ist eigentlich völlig unnötig, denn Charaktere entwickeln sich ja sowieso nicht. Ganz schlimm ist dann auch die ewige Matschgrube, in der das ganze Geschehen stattfindet. An dieser Baggerlochlandschaft hat man sich schnell satt gesehen. Berühmt und berüchtigt ist Django natürlich dafür, ein ganz cooler Macker zu sein. Tatsächlich erinnert Franco Nero aber viel eher an Terence Hill und eigentlich wartet man nur, dass Bud Spencer aus dem Sarg springt. Ach ja, der Sarg mit der Superwumme ist zugegeben für einen Western verdammt innovativ.

So schlimm, wie hier beschrieben ist der Film dann aber auch wieder nicht, denn letztendlich wird man einigermaßen gut unterhalten. Für einen Western aus dieser Zeit ist der Härtegrad ohne Frage beachtlich, wenn aber auch nicht weltbewegend. Zudem lässt sich Qualität an so etwas nicht messen. Meiner Meinung nach ist Django ein vielleicht wegbereitender aber dennoch überbewerteter Film, der immerhin solide Unterhaltung bietet. Ein Spaghettiwestern-Fachmann sieht das wahrscheinlich ganz anders...trotzdem nur 5,5 Punkte.

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