Mit Django drehte Regisseur Sergio Corbucci einen der ganz großen Italowestern überhaupt. Der Film begeistert durch seinen dreckigen Look und der knallharten Action die der Film zu bieten hat. Der Film kann auch heute noch begeistern, obwohl die Geschichte doch recht simpel ist. Aber es war vor allem die Gewaltdarstellung im Film, die man von US-Western nun mal überhaupt nicht gewohnt war, weswegen diese Art von Film was völlig neues war. Ob es die Szene ist, als einem Mann das Ohr abgeschnitten wurde und er es selber aufessen musste, oder als man Django mit dem Gewehrkolben und durch Huftritte der Pferde, die Hände zertrümmerte. Das war schon starker Tobak der da zu sehen war. Aber auch Django, der nicht der typische Held ist, wie man ihn bis dato kannte. Er nutzte auch schon mal eine Frau aus, in dem er ihr erst das Leben rettete, nur um sie später für seine Ziele zu mißbrauchen, da er an eine menge Gold rankommen will. Auch die Atmosphäre und die Location sind einzigartig. Keine blühenden Landschaften, nein hier sieht man nur eine trostlose kleine Stadt und der boden ist durch den Regen nur noch bestehend aus Schlamm und Dreck. Wie eigentlich immer konnte auch der Soundtrack mal wieder sehr überzeugen. Der Titelsong ist wirklich ein Ohrwurm. Für Django Darsteller Franco Nero war es die Rolle die ihm über Nacht zu einem neuen Star machte. Die Rolle passte perfekt zu ihm und keiner konnte ihm das Wasser reichen. Ein Meilenstein im Western-Genre, der auch bis heute nichts von seiner Faszination eingbüßt hat. Der Streifen hat eine tolle Grundstimmung, die sich vom Anfang bis zum genialen Finale auf dem Friedhof überzeugen kann.