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Django darf ohne Frage zu den bedeutendsten Werken des Italo-Western der 60er/70er Jahre gezählt werden.
Der Film lebt ganz klar von seinem Hauptprotagonisten Franco Nero (damals erst 23!), dem die Rolle des Antihelden auf den Leib geschrieben zu sein scheint. Ein egoistischer, jedoch auch rechtschaffener Mensch, der mit Hilfe seiner Gatling und seinem Verstand die Zahl der Leichen im Film in die Höhe schnellen lässt. Zwar ist klar dass Django siegt, doch muss er auf seinem Weg einiges einstecken (moralisch und körperlich). Das macht den anfangs so unbesiegbar wirkenden Helden verletzlich und somit menschlicher. Corbucci bricht bewusst mit dem konventionellen Inszenierungsstil der US-Western, lässt Bardamen im Schlamm ringen und Unschuldige sterben.
Der Inszenierungsstil wirkt heutzutage natürlich hölzern (keine Einschusslöcher, etc.) und die Story schreit vor logischen Ungereimtheiten, doch darf man sich dadurch nicht abschrecken lassen. Der Film besitzt einige schöne Aufnahmen, die die dreckige & trostlose Atmosphäre des Films (z.b. im verfallenen Dorf) unterstützen und die passende Musik tut ihr übriges um den Film das gewisse Flair zu geben das die Western aus dieser Zeit so eindrucksvoll stimmig und zeitlos macht.

8/10 Punkten: Wegweisender & harter Western-Klassiker

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