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Formal ordentlicher Western, glänzend gefilmt und gespielt. Wobei Pierce Brosnan als harter Hund besser gefällt als Neeson. Leider ist das ganze inhaltlich etwas schwach. Da man nicht weiss, warum alles geschieht, wird einiges an Spannung oder Identifikation mit den Figuren genommen. Zum Ende hin offenbart sich die Wahrheit, Beide - Verfolger wie Verfolgter wählen statt Erlösung zunächst einen Pakt mit dem Teufel und scheitern dabei. Nette Parabel über Schuld und Vergebung mit etwas Kunst am Ende. Dennoch mag ich Filme mit richtiger Geschichte mehr. Handwerklich jedoch kann man nicht meckern. Rauher und manchmal recht harter Western für Erwachsene. Kann man sehen!
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Ein Mann wird gejagt, genauer gesagt: Liam Neeson jagt Pierce Brosnan. Warum, ist lange nicht klar in diesem Survival-Revenge-Western, der früher so oder ähnlich auch mit Clint Eastwood hätte entstehen können.
Der Film fängt durchaus stark an, irgendwo zwischen FIRST BLOOD und THE REVENANT, doch wie der verwundete Flüchtige kann er das Tempo nicht halten und hängt bald schon etwas durch.
Kein Wunder, muss er ja unterwegs Halt machen an den wichtigsten historischen Stationen des Westerngenres (Trapperfallen, Blockhüttenfamilie, Eisenbahnbau, Prediger, Bürgerkrieg) und am Ende auch noch ein symbolschwangeres Finale anhängen, komplett mit Engelchen und Teufelchen.
Dabei wäre er als tighter Verfolgungsthriller deutlich besser gewesen.