Review

"Garfield 2" führt das erfolgreiche Rezept des ersten Teils praktisch unverändert fort - mit einer Ausnahme: Thomas Gottschalk wurde diesmal nicht für Garfield´s Synchro verpflichtet.

Ausgerechnet als Garfields Herrchen John seiner angebeteten Liz einen Heiratsantrag machen will, muss die beruflich nach London. John reist ihr hinterher - leider hat er Garfield im Gepäck. Und der landet nach einer Verwechslung in einem englischen Herrenhaus, wo er für den tierischen Alleinerben der verstorbenen Besitzerin gehalten wird. Ein Umstand, der dem grimmigen Hausherren und seinen Umbauplänen gar nicht passt...

Leider bietet "Garfield 2" eine recht abenteuerlich zurecht konstruierte Story, die selbst den Bedürfnissen einer kindgerechten Komödie nicht ganz gerecht wird. Breckin Meyer und J.L.Hewitt wirken etwa wie nutzloser Ballast, von dem man sich der Fans des ersten Teils zuliebe nicht trennen wollte. Die fünf Szenen, die sie haben, dürften nicht mehr als eine Woche Drehzeit beansprucht haben. Ebenso sind die Zufälle schon arg groß, die Garfield auf den Landsitz befördern.

Die nahezu durchgehende Präsenz der Tiere, die auf diese Weise die Haupthandlung tragen, drücken den Film deutlich stärker in die Kinderecke, als es noch beim ersten Film der Fall war. Erwachsene mögen hier und da Anspielungen auf "Animal Farm" und auf England im allgemeinen entdecken, aber es herrscht doch überwiegend harmloser Klamauk vor. Zum Glück ist der auf dem temporeichen, einfallsreichen Niveau des ersten Teils geblieben. An Lachern mangelt es dem Film auf keinen Fall.

Fazit:
Wer den ersten Garfield-Film mochte, wird mit Sicherheit auch den zweiten Teil mögen. Gags, Sprüche und köstliche Tierszenen gibt es hier nonstop. Leichte Abstriche bei der Handlung muss man in Kauf nehmen, und die spürbare Ausrichtung auf ein noch jüngeres Publikum hätte eigentlich nicht sein müssen. J.L.Hewitt-Fans können übrigens bedenkenlos auf die DVD warten. Somit rangiert "Garfield 2" bei mir knapp hinter dem ersten Film.

6,5/10

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