Review

iHaveCNit: Rocky Balboa (2007)
20.01.2019

Wenn das Ende eines Epos etwas unzufrieden stellend gewesen ist dann ist es am Besten, etwas Zeit verstreichen zu lassen, um ein zufrieden stellendes Comeback folgen zu lassen. Zwischen 1990 und 2007 liegen 17 Jahre – genug Zeit ist verstrichen, damit Sylvester Stallone wieder in den Ring steigt für einen letzten Kampf. Auch wenn mir der 5. Teil relativ gut gefallen hat, ist der 6. Teil dann doch weitaus versöhnlicher als Abschluss dieser Boxer-Saga.

Rocky befindet sich mittlerweile in seinen 50ern. Seine Frau Adrian ist seit einigen Jahren an Krebs verstorben und zu seinem Sohn ist das Verhältnis bedingt durch Rockys Erfolg etwas schwierig. In seinem italienischen Restaurant, dass er zu Ehren seiner Frau „Adrians“ genannt hat, schwelgt er gerne in Erinnerungen an seine alten Erfolge um die Gäste zu unterhalten und er lernt die Kellnerin Marie kennen. Bei einer Box-Sendung im TV, bei der unterschiedliche Boxer gegeneinander kämpfen und der Kampf analysiert wird, trifft Rocky Balboa auf den aktuellen Champion Mason „The Line“ Dixon und besiegt ihn. Das missfällt dem aktuell sehr unbeliebten Champion, aber seine Promoter kommen auf die Idee, einen Schaukampf auf die Beine zu stellen, bei dem er gegen Rocky Balboa kämpfen soll. Nachdem Rocky seine Boxlizenz wieder erlangt ist der Weg frei, ein letztes Mal in den Ring zu steigen.

„Rocky Balboa“ ist ein sehr schöner und versöhnlicher Abschluss der Boxer-Saga, Natürlich merkt man mittlerweile, dass Stallone als Drehbuchautor bei den Dialogen scheinbar immer noch in den 70ern steckt und die Oneliner und Kalenderspruchphilosophien etwas angestaubt sind, aber das funktioniert immer noch relativ gut. Und der Weg, hier die Motivation für einen Boxkampf zu liefern wirkt leicht überkonstruiert. Wie auch schon bei Tom Morrison ist es auch bei Antonio Tarver zu erkennen, dass wir einen schauspielernden Boxer anstatt eines boxenden Schauspieler zu sehen bekommen, so dass sein Antagonist Mason „The Line“ Dixon auch eher blasser rüberkommt. Aber gerade die Drama-Elemente, die Konflikte und Situationen mit denen Rocky umgehen muss und der Ausbau seiner Beziehung zu seinem Sohn sowie der Aufbau neuer Beziehungen sind toll und auch emotional. Und man gönnt dem guten Rocky wieder eine gute alte Trainingsmontage und einen toll inszenierten Boxkampf, der zeigt, wie viel Power noch im guten Sly steckt.

„Rocky Balboa“ - Multiple Look – 8/10 Punkte.

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