Halbwegs annehmbarer und bisweilen sogar spaßiger Amateursplatter - wenn man ohne allzu große Ansprüche an die Sache herangeht. Eine Prostitutierte schlachtet Leute beim Sex ab und verspeist die Opfer wie ein Kannibale. Ein Privatdetektiv geht der Sache auf den Grund, ab der Mitte kommen auch noch Zombies hinzu...
Man kann Regisseur Hugh Gallagher gar keinen Vorwurf machen, um es zumindest mal versucht zu haben: Ein unterhaltsames Amateur-Video zu drehen, das nicht mit endloser Langeweile nervt und auch einpaar derbe Effekte in petto hat. Letztere sind dann richtig gut umgesetzt worden und sogar vereinzelte Grenzüberschreitungen zum HC gibt es.
Noch dazu hatte Gallagher wohl einen Sinn für deftigen Humor, zu dem neben Dildo-Einspritzungen in gewisse Körperöffnungen auch noch abgebissene Dödel in den unmöglichsten Situationen gehören.
Natürlich darf man erneut kein Filmschaffen auf hohen NIveau erwarten: Der Schnitt holpert, die Beleuchtung ist mies und die Darsteller können immerhin ihre Texte aufsagen. Abermals wurde ohne einen Cent auf der hohen Kante gedreht, um statt dessen ganz auf die Kombination aus Titel, Story und internationaler Vermarktung zu setzen. Wiederum ist die Geschichte so dermaßen sinnfrei und konzeptlos, um lieber alles hineinzupacken, was man selber gerne mal auf der Mattscheibe oder der großen Leinwand gesehen hätte: Messerschwingende Prostituierte, Zombies, Mad Scientists, ein bisschen Porno und viel Kunstblut.
Dennoch ist "Gore Whore" für einen Amateurstreifen relativ gelungen. Wer ein Herz für derben Trash hat und so allerhand kleine Fehler verschmerzen kann, der macht zumindest beim einmaligen Anschauen nicht viel falsch. 5 von 10 Punkten.