Ich will gar nicht zu viele Sätze über Rob-Schneider-Filme verlieren, den Adam Sandler des noch debileren Mannes (falls möglich). „The Animal“ haut da in dieselbe Kerbe wie etwa „Deuce Bigalow“ mit seinen Sex-Mätzchen.
Hier sind es die Tiere, die dran glauben müssen, denn einem hirnschonenden Trottel von Bürostubenhilfspolizist wird nach einem Autounfall ein ganzes Bündel von Tierorganen verpflanzt, was bei der Verbrecherjagd ganz hilfreich wird, aber auch ganz schön peinlich in der Brunft.
Man kann wirklich nie behaupten, Schneider lege sich für seine Filme nicht richtig ins Zeug, im Gegenteil, der Einsatz stimmt an allen Fronten, aber leider hat er hier wieder ein Skript als Blaupause, das unentschlossen zwischen Police-Academy, Gross Out-Humor, Sex-Witzen und ein paar brauchbaren Szenen hin- und herschwankt.
Warum Schneider bei aller Tolpatschigkeit (die ja auch liebenswert sein kann), auch immer dumm wie Dosentoast sein muß, erschließt sich mir leider nicht. Man wähnt als Zielgruppe wirklich Haupt- und Sonderschüler oder Leute mit niedrigem sozialen Niveau (was mehr gegen die Zielgruppenmanager spricht als gegen die angesprochenen Gruppen, die sich gleichfalls über das fertige Produkt aufregen dürfen.
„The Animal“ trägt problemlos seine besten Szenen (die Delphin-Szene) im Trailer vor sich her und bringt dann im Verlauf nur debilen Slapstick, bei dem sich auch noch ein sonst so wunderbarer Schauspieler wie John C.McGinley als sein ewiger Widersacher und Ego-Schwein in Uniform zum Affen machen lassen muß.
Viel zu breit ausgewalzt sind die Brunftscherze, die sich in Marvins (Schneider) Dates mit der hübschen Rianna natürlich bisweilen dumm auswirken. Platt und nur selten wirklich komisch.
Für alle die, die es vor gar nichts mehr graut, eine akzeptable Abendunterhaltung und auch nicht zu lang, aber die vage und episodenhafte Inszenierung läßt den Inhalt recht schnell wieder vergessen.
Da fiele mir auch nichts ein, weswegen ich den Film unter einem besonderen Gesichtspunkt abspeichern müßte. (3/10)