Alle Kurzkommentare


5

Der stark aufstrebende Ryan Gosling bereichert mit seinem begeisternden Schauspiel selbst eher bescheidene Streifen so sehr, dass diese noch ins Mittelmaß gehoben werden. So geschehen im Fall von Half Nelson: Das Drogen-Drama um einen koksenden Lehrer und dessen komplizierte Beziehung zu einer seiner Schülerinnen verzichtet auf künstliche Dramatisierung und setzt lieber auf einen realistisch-rauen, zuweilen recht kalten Ton, was auch durch die recht wackelige Kamera unterstrichen wird. Aufgrund dieser unaufgeregten Herangehensweise gestaltet sich die Geschichte ziemlich langsam, manchmal gar langatmig. Dass man dennoch am Ball bleibt, ist dem absolut packend aufspielenden Ryan Gosling zu verdanken, welcher mit seinem wunderbar natürlichem Auftreten alle Facetten seiner Figur perfekt auf den Punkt bringt. Ein im Endeffekt durchschnittlicher Independent-Film, der neben seinem fantastischen Hauptdarsteller auch ein intensiveres Drehbuch vertragen hätte.

5

Ryan Gosling spielt einen Lehrer, dessen Schüler grösstenteils fast alle schwarz sind und nicht gerade aus den besten Vierteln kommen. Er versucht den Kids was mit auf den Weg zu geben, scheitert aber an seiner Drogensucht. Hört sich nach ´nem guten Drama an, ist leider nur Durchschnittsware. Eine halbwegs bedrückende Stimmung lag zwar in der Luft und auch der Soundtrack weiß zu gefallen, trotzdem ist der Film recht dröge und zieht sich. Es gibt keine besonderen Höhepunkte, es gibt keine besonderen Tiefpunkte. Ähnlich erging es mir damals auch bei "Weather Man" mit Nicolas Cage. Beide Filme besitzen Potential, welches nie wirklich ausgeschöpft worden ist. +Punkte gibt es allerdings für Ryan Gosling (sehr talentierter Darsteller), dem ich zu jeder Sekunde die Rolle des unterrichtenden Junkie abgenommen habe. 5/10

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