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Der kleine Harry muß mit ansehen, wie seine Mutter mit dem Weihnachtsmann rummacht. Davon zutiefst traumatisiert spielt er als Erwachsener selbst den Weihnachtsmann, allerdings nach seinen Regeln. Die Nachbarskinder werden gemäß ihrem Verhalten in das Buch der guten oder bösen Kinder eingetragen. Die Erwachsenen, die die alten Werte vergessen haben, sollen dafür bezahlen, doch sein Umfeld hält ihn nur für einen Spinner. Bis er anfängt, nicht nur Geschenke, sondern auch Strafen zu verteilen. B-Movie-Regisseur Lewis Jackson schuf hier einen durchaus kritischen Film, der nach einer endlosen Vorgeschichte eher behäbig zur Sache kommt. Der zunehmende Wahnsinn in Harrys Vorstellungen von Weihnacht wird zwar schön von Brandon Maggart verkörpert und der teils atmosphärische Soundtrack läßt einiges erwarten, doch geht es dann eher müde zur Sache und die Komikeinlagen widersprechen den aufgebauten Spannungen. So richtig weiss dieser kleine Trashstreifen nicht wohin, Führung der Kinder schön und gut, aber die Führung der Story ist leider etwas konfus zusammengesetzt, manche Szenen bleiben unsinnig, bzw. unnötig für einen stringenten Ablauf. Nur zwischendurch blitzt ein paar mal die psychopathische Atmosphäre in Bild und Ton gleichzeitig auf, wenn man einiges an zweifelhaftem Beiwerk in Kauf nimmt. Aber eigentlich wollte Lewis Jackson ja auch einen Film über die Kommerzialisierung von Weihnachten drehen, na denn.

Fazit: Zwar ein außergewöhnlicher B-Movie, jedoch den meisten Horrorfans sicher zu aktions- und blutlos. 5/10 Punkten

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