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Leider nicht im Entferntesten so kontrovers und so packend wie STILLE NACHT, HORROR NACHT. Deshalb blieb dieser frühe Film über einen psychopathischen Killerweihnachtsmann wohl auch auf dem Radar der selbsternannten Moralapostel und Jugendschützer verborgen und löste keinerlei öffentliche Diskussion aus. Obwohl seinerzeit unsinnigerweise als Slasher vermarktet, erweist sich TEUFLISCHE WEIHNACHTEN schnell als bemühtes Psychogramm eines missverstandenen und idealistischen Außenseiters und (wenn auch plumper) Versuch einer makaberen Satire auf den Weihnachtswahn im Allgemeinen. Es gibt zu wenig Blut, zu wenige Tote und überhaupt zu wenige Thrills, um auch den geduldigsten Zuschauer bei der Stange zu halten mit dieser extrem weichgespülten Variante von MANIAC und TAXI DRIVER. Es fehlt ein triftiger Grund für das Überschnappen der Hauptfigur und das Ende ist einfach nur bekloppt.
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Ein Arbeiter in einer Spielzeugfabrik klinkt zur Weihnachtszeit voll aus,schlüpft in sein Santa-Kostüm und macht es sich zur Aufgabe,gute Kinder zu belohnen,und böse auf seine Art zu bestrafen. Was als erstes auffällt ist, das der Film für einen Weihnachtsslasher und für ne Troma-Produktion erstaunlich blutleer ist.Gerade mal eine ordentliche Splatter-Szene bekommt man zu sehen. Das zweite ist,das die Schauspieler für Troma-Verhältnisse recht ordentlich agieren,nur will man bei einem Slasher halt keine schauspielerischen Leistungen sondern schlicht und einfach Blut sehen,und darum ist das der falsche Film für Slasher-Freaks.Man kann Gott danken wenn man kurz vor Schluss des Films einschläft,denn das Ende ist doch ziemlich bescheuert.