Bisher einzige Regiearbeit von Skip Woods, die jedoch überraschend gut und angenehm kurzweilig gelungen ist. Es geht mal wieder um "heisse" Drogen, schräge Gangster-Typen, Sex, exzessive Gewalt und eine Portion bissige Komik - ganz nach typischer Tarantino-Machart natürlich zusätzlich gewürzt mit einigen "stilvollen" Texteinblendungen und weiteren schrillen Gimmicks vom Schlage eines kultverdächtigen Kuhtelefons. Die Anleihen bei Meister Quentin lassen sich zwar kaum verbergen aber wie sagt das alte Sprichwort doch so schön: Besser gut geklaut als schlecht selber selbergemacht!
Und nach diesem Motto funktioniert "Thursday" defintiv gut und bietet mit einem seinerzeit noch eher unbekannten Thomas "Punisher" Jane und Aaron Eckhart darüberhinaus auch zwei mehr als ordentliche Hauptdarsteller. Etwas schade ists schließlich, daß der finale Showdown nach "True Romance"-Vorbild mit einem Weißbild weggefadet wird, bevor es zur Sache geht. Naja, kann man als Stilmittel durchgehen lassen, immerhin gibts ja im Vorfeld schon einige blutige Einschüsse und brutale Aktionen zu sehen. Die räumliche Begrenztheit der wenigen Schauplätze - der Großteil der Handlung spielt sich in einer normaldurchschnittlichen Vororts-Küche ab - kommt dem Film und seiner LowBudget-Machart auch eher zugute als daß sie stören würde. Tarantino veranstaltete ja z.B. bei "Reservoir Dogs" ebenfalls ein kleines aber fein blutiges Kammerspiel ohne teure Effektspielerreien und aufwendigen Firlefanz!
Eine höhere Wertung versage ich "Thursday" jedoch primär aufgrund seiner recht ausgeprägten Ideenarmut. Sekundär enttäuscht der nicht gezeigte Showdown.
Freunde des heftigeren und bisweilen skurilen Gangsterthrillers werden dennoch gut bedient...