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Ein Erdbeben der Stärke 10.5 ist ein Horrorszenario, das niemand jemals erleben möchte. Und dennoch geschieht es, als eine ganze Erdbebenserie die USA heimzusuchen beginnt, die dabei an Stärke sogar beständig zunehmen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, um den gewaltigen Naturkräften entgegenzuwirken. War in Teil eins dieser Miniserie noch die Westküste der USA bedroht, so ist nun klar, daß es um weit mehr geht. Den Wissenschaftlern ist es nicht gelungen die Natur wirklich aufzuhalten, die Katastrophen gehen weiter. Und nicht weniger als eine Verschiebung der gesamten Erdkruste steht auf dem Spiel, die drohende Apokalypse. Und dieses mal scheint die Menschheit machtlos.

TV Katastrophenfilme sind ja generell eine eher zähflüssige Sache. Viele Dialoge und menschliche Schicksale müssen abgehandelt werden, egal ob es sich dabei um Vulkanausbrüche, Überflutungen oder Waldbrände handelt, der Ablauf ist in den meisten Fällen derselbe. Auch 10.5 Apokalypse läuft in diesen Bahnen. Der seltsame Titel entspricht dabei der Erdbebenstärke, die die Staaten zunächst heimsucht. Allerdings ist das nur der Auftakt einer ganzen Serie von Katastrophen, die landesweit im Anschluß für Maximalauslastung der Rettungskräfte sorgen.
Diese werden, wie heutzutage üblich, aus dem Computer generiert, sehen dabei auch gar nicht mal so übel aus, füllen aber leider nur einen Bruchteil der Handlung aus. Der Film selbst dauert über 2,5 Stunden und der Großteil davon ist seinen diversen menschlichen Charakteren gewidmet. Da gibts das streitende Brüderpaar im Hilfseinsatz, Eltern diskutieren mit ihren Kindern und auch die Tochter des Präsidenten mischt bei den Rettungskräften mit, was denen wiederum auch nicht recht ist, weil doll gefährlich und überhaupt.
Das hat zur Folge das man sich geschätzte zwei Stunden mit nervtötendem Gequatsche totschlagen muß. Da wird um Kompetenzen gerangelt, über die Freundin gefaselt und generell jedes menschliche Gefühl ausführlichst diskutiert. Das verlangt schon einiges an Sitzfleisch und geht sehr stark in soapige Gefilde. Mir persönlich wurde es zur Halbzeit zu bunt, aber selbst im Schnellvorlauf wurde der Film nicht rasanter, sondern bleibt der langweiligste Weltuntergang seit Deep Impact.
3/10

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