Review

In „Die schwarze Katze“ trafen zum ersten Mal die beiden Horrorgrößen der 30er Jahre Boris Karloff und Bela Lugosi aufeinander. Unter der Regie von Edgar G. Ulmer liefern sich beide Charaktere ein spannendes Duell.

Das frisch verliebte Paar Joan und Peter Allison reisen nach Ungarn. In ihrem Abteil gesellt sich der Psychologe Dr. Vitus Werdegast (Bela Lugosi). Auch er ist auf der Reise nach Ungarn, um einen alten Freund zu besuchen. Werdegast bietet den beiden an, sie mitzunehmen in einen Wagen. Bei regnerischen Wetter verunglückt der Wagen, Joan wird verletzt. Peter und Dr. Werdegast können Joan aber noch ins Haus des Architekten Hjalmar Poelzig (Boris Karloff) bringen, der Freund von Dr. Werdegast. Zunächst scheint das Paar dort gut aufgehoben, doch der Schein trügt. Poelzig und Werdegast sind alles andere als Freunde...


Edgar G. Ulmer hat hier einen wirklich vorzüglichen Gruselfilm geschaffen, nicht um sonst war „Die schwarze Katze“ zur damaligen Zeit ein großer Hit, wenn man das so sagen darf.
Mit relativ bescheidenen Mitteln schuf Ulmer das, was ein guter Gruselfilm braucht.

Das liegt vorrangig an den beiden Hauptdarstellern Boris Karloff und Bela Lugosi. Lugosi, auf der einen Seite als scheinbar elegante und gebildete Person, Karloff wie immer eher seltsam und mystisch, hier allein schon dank seiner Kleidung und Frisur. Beiden schaukeln sich gegenseitig hoch und liefern eine geniale Performance. Schon allein Karloffs erster Auftritt bedarf keiner Worte. Hier erkennt man noch die genialen Schauspieler damaliger Zeit, die teilweise keine Worte brauchen, um perfekt zu agieren. Etwas, was man heute nur noch sehr selten findet.

Auch die gesamte Wohnung Poelzigs ist seiner Zeit lange voraus und sorgt für eine weitere unheimliche Stimmung. Erst relativ spät erfährt der Zuschauer, um was es hier geht, wer gut, wer böse ist. Auch gerade Dank dieser Bauten baut der Film eine gruselige Atmosphäre auf, die in einem furiosen Finale endet.
Gerade Lugosi scheint der Film unheimlichen Spaß gemacht zu haben, darf er doch zumindest im original sogar einige Brocken in seiner Heimatsprache ungarisch sprechen, selbst Karloff ist da nicht außen vor.


Fazit: Ein hervorragender Film von Edgar G. Ulmer mit den zwei Horrorikonen der Universal Studios. Das Duell Karloff gegen Lugosi erinnert einen an die Duelle zwischen Cushing und Lee. Jeder Fan des klassischen Horror wird an diesem Film nicht vorbeikommen. Ansehen ist hier Pflicht.

Details
Ähnliche Filme