Review

Unterhaltsamer Trash-Mix aus Spionagethriller und Ninjafilm mit einer gehörigen Portion Action.
Nadja (Hanna Pola), die Tochter des schwedischen Wissenschaftlers Markow (Curt Broberg), da dieser in Russland einen Durchbruch bei Forschungen in der Atom-Fusions-Kontrolle gemacht hat, aber nach Schweden zurückkehren will. Der CIA-Agent Mason (Krzysztof Kolberger) kann Nadja allerdings mit Hilfe einer Ninjas retten. Gleich zu Beginn muss man sich an die Trash-Machart des Films gewöhnen, die (nur zu Beginn) mit zu greller Ausleuchtung und (leider den ganzen Film über) miesen Soundeffekten für schallgedämpfte Pistolen schockt.
Nadja, die ihren Vater seit Jahren nicht mehr gesehen hat, geht dennoch ihrem Job als Nachtclubsängerin nach und zwängt sich das wohl hässlichste Outfit der 80er. Derweil versuchen amerikanische Agenten ihren Vater in Leningrad zu befreien. Dieses mündet in eine etwas billige, aber mit hohem Bodycount gesegnete Actionsequenz, wie sie häufiger im Film vorkommen.

Doch der KGB weiß von der Aktion, erledigt die US-Agenten und gaukelt Markow allerdings dennoch vor, er habe es nach Schweden geschafft, damit er seine Forschungen beendet und ihnen die Ergebnisse aushändigt. Auch Nadja ist noch nicht in Sicherheit, so dass Mason und die Ninjas bald mitten in der Geschichte drinhängen...
Bei „Ninja... in geheimer Mission“ handelt es sich um einen trashigen, aber unterhaltsamen 80er Jahre Streifen. Wenn man sich mit den billigen Produktionsmitteln und der eher mauen Optik abgefunden hat, so macht er durchaus Spaß, zumal nur der Anfang besonders dilettantisch gemacht ist. Ansonsten kommt der Film auf normales Trash-Niveau.
Die Story ist wenig spannend und besitzt null originelle Wendungen, da man die Geschichte sowieso vorausahnt. Doch gerade mit seinem Trashflair kann „Ninja... in geheimer Mission“ einiger seiner Schwachpunkte überdecken wie z.B. die stupiden Dialoge, die zum Glück nicht von allzu großer Zahl sind, genauso wie die flachen Charaktere und die 08/15-Regie.

Dafür sind die Actionszenen von großer Zahl, vor allem in der zweiten Hälfte geht es andauernd rund, während die erste Hälfte weitaus schlechter ist, da man hier noch nicht versucht die dünne Story mit Non-Stop-Action auszublenden. An Action gibt es ein paar Ninjawaffen-Szenen und etwas unspektakuläres Gekloppe, vor allem aber Schießereien mit Unmengen an übertrieben blutigen Einschüssen. Doch aus dem blutig-trashigen Geballer bezieht der Film seinen Unterhaltungswert, zumal die Dauerfeueraction nicht langweilig wird.
Über die Schauspieler schweigt man sich besser aus, denn die sind Trash-typisch grottenschlecht, von der Hauptrolle bis zum Statisten. Besonders lustig die Sterbeszenen, die total gekünstelt und daher wahnsinnig amüsant sind. Aber auf die Schauspieler kommt es ja in keinem Trashfilm an.

Unterhaltsamer Trash mit viel Action, wenn auch den typischen Schwächen im filmischen und storytechnischen Bereich, aber dennoch ziemlich amüsant.

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