Der brutalste Ninja-Film. Zwar kann man noch die Menge an CGI-Blutmenge von 25 Jahre später gedrehten "Ninja Assassin" aus den USA gegenrechnen und wird wohl etwas mehr computeranimiertes Blut in dem spritzenden Assassin-Film sehen, aber der handmade "Ninja - In geheimer Mission" aus Schweden ist der Bestialischere. Nicht nur, dass Mats Helge hier literweise Kunstblut auf Geschosseinschlägen verspritzt, es wird auch in den weniger blutigen Mometen ruppig getötet. Da werden Hälse mit scharfem Draht durchgeschnitten oder langsam erwürgt, da werden Genicke gebrochen oder Gesichter zertreten, Giftgas tötet, wobei das Gas auch einen, der die Maske noch aufsetzen konnte, dazu bringt in diese zu kotzen und dann an seinem Erbrochenen zu ersticken. Und als splatterigen Höhepunkt dann Säurepfeile, die das Herz oder das Gehirn zum Explodieren bringen, was dann Brustkörbe blutig aufplatzen lässt oder auch mal ganze Köpfe zerplatzen. Das kann also nicht nur Ittenbach, wie man sieht.
Der Bodycount ist so hoch, dass hier mehr Menschen getötet werden als das Jason in allen seinen 12 Filmen zusammengenommen schafft. Ganze Gruppen von russischen Soldaten werden niedergemäht und das nicht nur einmal. Da muss sich Rambo ranhalten um seine Position als Spitzenrussenkiller zu behaupten. Wie heißt es doch in dem Trailer zu "Ninja" so vollmundig: "Wenn der Terminator ein Russe wäre, hätte er keine Chance gegen Ninja in geheimer Mission". Wohl sicher übertrieben, denn die Elite des Actiongenres stellt dieser Film sicher nicht dar, aber für ein B-Picture eine ansprechende Leistung mit fast pausenloser Action, viel Gewalt, einer einigermaßen nachvollziehbaren Geschichte und drei geilen Nacktszenen, welche die polnische Hauptdarstellerin zu bestehen hat. Eine der Szenen gipfelt natürlich wieder in einem Blutbad, denn bei ihrem Disco-Auftritt wird durch einen Schusswechsel mal eben die Hälfte der unbeteiligten Zuschauer erschossen.
Lächerlichkeiten sind aber auch dabei. Die ersten drei US-Agenten ballern dutzende von russischen Soldaten, die mit ihren schnell feuernden AK-47 Kalaschnikows ankommen, um, aber eine zivile Verräterin erschiesst dann ganz leicht mit ihrer kleinen Pistole alle drei US-Agenten.
Ach ja, und Ninjas gibt es ja auch in diesem Ninja-Film. Eine ganze Gruppe von USA-Ninjas sogar, die mit jeder Art Waffen loslegen. Die erwähnten Pfeile, die teilweise sogar Gas ausstoßen oder eine Säure-Fiole haben, Maschinengewehre, Granaten, Sprengsätze, Würgeschlingen, Wurfsterne und natürlich das Markenzeichen Schwert, mit dem dann derbe zugeschlagen wird, einmal sogar ein Kopf in zwei Hälften zerteilt, was für eine Menge Matsch sorgt. Bei diesen Dingen hält die Kamera immer voll drauf und die 80er Schnitte sind noch nicht so schnell, weshalb es insgesamt länger und mehr zu bestaunen gibt als bei dem sehr schnell geschnittenen "Ninja Assassin".
Schauspielerisch alles MIttelmass. Keine wirklich bemerkenswerten Schauspieler oder Leistungen, dafür machen die Stuntman eine gute Arbeit und die Fights sind gehobene Mittelklasse. Übrigens spielt Mats Helge selbst den dicken Russen mit langen Vollbart Ivan.
Die Musik ist gut. Kein Highlight im Vergleich zu dem was in den 80ern sonst so üblich war, aber auch nichts zu beanstanden. Effekten und Geräusche und Optik okay. Sicher kein teures Material verwendet bei so einem billigen Film.
Die ruhigen Momente, wo es weder Action noch Nacktheit gibt, kann man an einer Handabzählen und machen keine 5 % der Films aus.
Renny Harlin aus dem Nachbarland Finnland könnte von diesem Film zu seinem "Born American" zwei Jahre später inspiriert worden sein, denn die Schneekämpfe mit haufenweise vor weißer Kulisse abgeballerten russischen Soldaten sind doch verdächtig ähnlich.
Die Packung mit "Ninja - In geheimer Mission", "Russian Terminator" und "Wardog" als Box zu einem Preis lohnt sich.
Ich fand ihn innerhalb des Ninja-Genres wirklich bemerkenswert und sehr zu empfehlen.
8 / 10