Review

Komplette Serie

"Doppel-Platin für NANA!"

Offenbarung! Das ist so das erste Wort an das ich dachte, als ich die letzte NANA Folge gesehen habe und den ganzen Anime hab Revue passieren lassen.
NANA hat alles, wirklich so gut wie alles was einen absolut perfekten Anime für mich ausmacht. Nie zuvor habe ich einen Anime gesehen indem die Charaktere so menschlich wirken wie hier. Alles ist auf höchstem Slice-of-Life Niveau und man kann mit den Charakteren mitfühlen und mitempfinden, manches dürfte sogar dem Einen oder Anderen aus seinem eigenen Leben bekannt vorkommen.
Alles beginnt in einem Zug, wo sich durch Zufall zwei heranwachsende Frauen treffen die in zwei völlig verschiedenen Welten leben. Ein zusätzlicher Zufall ist es außerdem, dass sie beide den gleichen Namen tragen : NANA.
Und somit beginnt die Geschichte der zwei Mädchen, die mit viel Herzschmerz, Tragik, Überraschungen aber auch viel Komik gespickt sind. NANA sprudelt gerade zu von Romantik und Spannung (und das gleichzeitig).
NANA hat mich einfach vom Hocker gehauen und zwar gewaltig, teilweise saß ich vor dem Bildschirm und konnte nicht glauben was manch ein Charakter da plötzlich tut. Manchmal sagte ich sogar zu mir selbst „Oh nein das kann doch jetzt nicht wahr sein“ oder "Nein, wie konnte er nur!!!"
Und NANA ist zudem noch ein Anime der mich endlich wieder zu Tränen gerührt hat. Das ein oder andere Taschentuch wurde voll ausgefüllt. Tja das ganz normale Leben ist eben DOCH das spektakulärste Abenteuer und NANA einer der besten Animes die ich je gesehen habe!

Was bei diesem Anime sehr hervor sticht, ist das Charakter-Design auf Welt-Klasse-Niveau. Die Animationen haben einen total eigenen Stil und die Charaktere wurden wirklich extrem gut gezeichnet. Auch die Hintergrundoptik ist eine Wucht und besonders wenn Musik noch dazu eintritt (was bei NANA eine immens wichtige Rolle spielt) passen Bild und Musik einfach perfekt zusammen. Ebenfalls ins Auge gestochen haben mir die Animationen bei den Musikaustritten. Die Figuren bewegen sich an ihren Instrumenten (oder auch am Mikrophon) wie echte Menschen und wirken wirklich atemberaubend echt.
Zusätzlich finde ich die Grimassen in NANA super witzig. Besonders die Fratzen von Takumi, der eigentlich das größte Arschloch dieser Serie ist, aber dazu später mehr, haben es mir angetan, da er einfach so abartig hässlich aussah, dass ich jedes mal lachen musste.

Wenn ich einen Anime rein nach der Musik bewerten müsste, wäre NANA wohl MINDESTENS unter den Top 3 dabei. Der Soundtrack, also die Openings, die Endings und die Zwischen-Lieder, ist der absolute Wahnsinn. Die Openings und Endings werden immer von eine der beiden Synchronsprecherin gesungen. Entweder von der Sprecherin von Reira von Trapnest, oder von „Musik-NANA's“ Sprecherin.
Mit Ausnahme vom dritten Opening (welches ich ein wenig ZU rockig fand. Ich fand das Lied zwar sehr geil, aber die anderen Openings hatten so einen Hauch von Dramatik drin, ich sag nur „I need your love, I'm a broken Rose“) gefielen mir ALLE Openings und Endings EXTREM gut. Ich habe mir die ganzen Lieder inzwischen über 100mal angehört und höre sie auch heute noch zig mal am Tag.

Aber nicht nur die Optik, die Story und die Musik ist erstklassig, nein was wäre so ein Anime ohne erstklassigen Charakteren?
Angefangen natürlich bei unseren beiden Hauptprotagonistinnen. Ich habe sie mir unter „Hachi-Nana“ und „Musik-Nana“ unterteilt. Aber wen mochte ich nun lieber? Nun diese Entscheidung viel mir wirklich anfangs sehr schwer. Besonders die Gedankengänge beider Charaktere waren so bewegend teilweise, dass ich mich lange nicht entscheiden konnte, ob ich lieber die naive, oft weinende, aber sehr warmherzige „Hachi-Nana“ oder die maskuline, selbstbewusste, rockige und lockere „Musik-Nana“ geiler fand. Gegen Ende war ich aber zu einer klaren Entscheidung gekommen. „Musik-Nana“ ist für mich die bessere Nana, da „Hachi-Nana“ für mich ab da einige Aktionen gebracht haben die mich echt wütend gemacht haben, aber eigentlich im positiven Sinne, so als wäre ich auf einen echten Menschen sauer.
Mein absoluter Lieblings Charakter war aber der junge und gepiercte Shin. Dieser kleine „Racker“ ist eigentlich gar kein Racker mehr, sondern trotz seines Alters (15 Jahre) EXTREM reif, sogar viel reifer als manch anderer „älterer“ Charakter in der Serie.
Unmittelbar an zweiter Stelle steht hier bei mir Yasu, der hier jedermanns Freund und Zuhörer ist. Seine chillige und liebevolle Art fand ich einfach traumhaft schön, ich freute mich jedes mal riesig wenn Yasu die „Bühne betrat“.
Ren ist ebenfalls ein gelungener Charakter, der mir 1 bis 2mal etwas über die Strenge schlägt, aber im Großen und Ganzen auch ein Super Charakter ist.
Nobu gehörte ebenfalls zu meinen Favoriten. Er ist Shin irgendwie ein wenig ähnlich, nur manchmal hätte ich Nobu für einige Entscheidungen links und rechts eine ballern können.
Takumi ist das ultimative „Serien-Arschloch“ in NANA. Aber es ist wie bei Makoto Itou in School Days : Genau DAS soll er ja verkörpert, einen Medien-geilen, gefühllosen Kotz-Brocken.
Reira konnte ich zwar ziemlich gut leiden, doch nervte mich ab und zu ihre Stimme, besonders wenn sie geheult hat.
Aber auch der restliche Neben-Cast ist super gelungen. Auf jeden einzelnen Charakter einzugehen, den ich Hammer fand würde den Ramen dieses Kommentars sprengen.

Ich empfehle NANA, mal wieder, allen Anime-Fans des guten Geschmack, die zudem noch auf geile Musik und viel Dramatik mit Tiefgang Wert legen. Wer sich NANA entgehen lässt, verpasst den wahrscheinlich besten Musik-Anime den es derzeit gibt.

Fazit : Absolut ZURECHT am Olymp des Anime-Himmels. NANA ist ganz großes Kino mit unfassbar echt wirkenden Gefühlen.
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10/10

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