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Seit geraumer Zeit frage ich mich schon was ich wohl verbrochen haben muss um wohl die Creme de la Creme der schlechten Filme zu sehen zu bekommen. „Wild Country“ reiht sich jedenfalls hervorragend in diese Art von Film ein, die man nicht wirklich gesehen haben muss. Und das ist noch sehr harmlos ausgedrückt.

Es handelt sich dabei um das Regiedebüt von Craig Strachen. Unter diesem Aspekt kann man es gerade noch verkraften und vielleicht auch verzeihen dass dieser Film ein reiner Griff ins Klo geworden ist. Man muss ihm jedoch zu Gute halten, dass er trotz den stets voranschreitenden Filmes mit CGI – Techniken auf gute alte Handwerkskost zurück gegriffen hat. Ob dies nun am vorhandenen Budget gelegen hat oder Absicht war lass ich einfach mal dahingestellt. Das beste an diesem Streifen ist wohl die Laufzeit von insg. 69 Minuten. Zieht man das Interessanteste, also den Abspann, noch ab, bleiben gerade mal 64 Minuten. Dann noch ca. zehn Minuten weg in den man wohl besser bügeln sollte, da in diesem Zeitraum der Bildschirm ohnehin nur schwarz ist und es der Phantasie des Zuschauers überlassen bleibt eine Zusammenhang im Film zu erschaffen. In der Tat spielt sich ein Großteil Nachts ab. Dies wäre unter Zuhilfenahme einer geringen Beleuchtung jedoch wesentlich einfacher gewesen. Aber es einfach stock dunkel zu halten und obendrein alles mit der Handcam zu filmen ist mehr als nur ein billiger Abklatsch in Sinne von „Blair Witch Project“. Vielleicht wollte man auch nur die Statisten und dem ganz lustig anmutenden Werwolf verbergen.
Eben genau dieser Werwolf scheint von Geburt an an einer selten Art der Lähmung und Genickstare zu leiden. Klobig wie Steinbeißer und auf dem geistigen Niveau eines Teletubbie muss man sich auch noch eine ca. 15-minütige Verfolgungsjagd über Wald und Wiesen antun. Dabei kommt nicht einmal das ansonsten phantastische Schottland bzw. dessen Atmosphäre einigermaßen rüber. Ich kann mir nicht helfen, aber Inszenierung in Form von Kameraführung, Ausleuchtung und einfach allem, sind unter aller Kanone.

Nicht besser verhält es sich mit der gesamten Darsteller – Riege. Dass es sich hierbei um komplett unbekannte Gesichert handelt, ist an sich nicht weiter schlimm. Nur die Art und Weise der Darstellung, nämlich mit der Menschlichkeit eines Zombies, macht einem schon fast ein klein wenig Angst. Nur leider nicht in der gewünschten Wirkung. Man kann es zwar keinem der Akteure absprechen, sich nicht bemüht zu haben, aber unter´m Strich fällt der Film auch dahingehend durch.

Im Endeffekt gibt es an „Wild Country“ so gut wie rein gar nichts positives zu bemängeln. Gut, etwas blut ist in billiger Machart zu sehen und man fragt sich durchaus das eine oder andere Mal was nun kommen mag. Jedoch findet der Film nach ca. 64 Minuten ein doch recht abruptes Ende – dies ist aber wiederum nur zum besten des Betrachters.

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