Miami Vice. Ein zweistündiger Megaflop, der nicht einmal optisch etwas hermacht. Was bin ich gnadenlos enttäuscht worden! Als Miami Vice-Fan der ersten Stunde erwartete ich von einem Remake zumindest einen Hauch respektvoller Hommage an die hippe 80er-Jahre-Serie. Pustekuchen! Von dem schicken Style ist null übrig geblieben. Coole Einzeiler als Dialog-Highlights sucht man, ohne auch nur ansatzweise fündig zu werden. Die beiden Hauptdarsteller agieren als nichtsagende Nummern, die das Wort Sympathieträger nicht kennen. Die größte Frechheit: 10 Minuten(!) Actionsequenzen in einem 120minütigen (!) Actionfilm sind eindeutig zu spärlich. Zum Ausgleich gibt es Erotikszenen im Viertelstundentakt (da wird selbst James Bond blass). Leider sind die Sexszenen nicht der Bringer im Langeweile-Sumpf. Wie konnte Michael Mann, der Produzent der Originalserie, uns Zuschauer so verarschen? Von Miami sieht man rein gar nichts, was ansprechend wäre. Florida-Feeling? Mitnichten! Der Streifen ist so düster und farblos gefilmt worden, dass er auch in irgendwelchen versifften Häuserschluchten New Yorks spielen könnte. Schade, sogar das optische Potential von Miami wurde in diesem No-Action-Actionfilm nicht ausgenutzt. Unterm Strich bleibt nicht viel, was mich auch nur ansatzweise fasziniert hat. Selbst die mehrminütige Schießerei am Ende des Streifens so nervig wirr inszeniert worden, dass einem der Action-Spaß vergehen kann.
Fazit:
„Finger weg“ mit einem großen F – Ihr wisst schon, was ich meine.