Review

Die "Drachen-Tiger-Schule" gegen die mächtige Fantasy-Gestalt Shibumi - darum geht es in "Dragon Tiger Gate", dem neuen Film mit Donnie Yen und dessen Actionchoreografie.

So ganz bin ich bei den Zusammenhängen in der Story und den Hauptfiguren nicht durchgestiegen. Vor allem hat mich nach einiger Laufzeit interessiert, wo eigentlich dieser Shibumi sein Hauptquartier hat und welche Funktion der Mensch (oder was auch immer) ausübt. Klar, er ist der Böse und die anderen die Guten. Aber das kann eigentlich nicht alles ein.
Eigentlich kennt man den Plot in seinen Grundzügen aus den klassischen Martial-Arts-Streifen der 70er. Nur wird dieser in eine Fantasy-Welt verlegt, die ordentlich getrickst wurde und über eine wirklich gute Ausstattung verfügt.

Das Hauptaugenmerk wurde natürlich auf die vielen Martial-Arts-Einlagen gelegt. Die Choreografie ist nicht über jeden Zweifel erhaben, da außer Donnie Yen kein wirklich echter Kämpfer am Start ist und so teilweise mit Wirework nachgeholfen werden musste. Leider darf Shaw-Brothers-Legende Chen Kuan Tai seine Kampfkünste nicht präsentieren, was ich schon schade fand. Bei ihm und Yuen Wah wurde einiges an Potential verschenkt. Hingegen teilen die Jungstars Nicholas Tse und Shawn Yue tüchtig aus.
Den größten Part hat selbstverständlich Donnie Yen. Ein Jammer, dass sich das Finale des Films statt auf ein spektakuläres Duell mehr auf Tricks aus dem Rechner konzentriert. Ein furioser Abschluss Marke "Sha Po Lang" hätte da sicher beim Zuschauer mehr Entzücken hervorrufen können.

Fazit:
Unterhaltsame Manga-Verfilmung, die trotz Schwächen viel Spaß macht. Die Geschichte mag zwar an die Klassiker der alten Schule erinnern, jedoch erreicht die Kampfchoreografie zu keiner Zeit das überragende Niveau von damals. 7/10 Punkten.

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