Review
von A Retro Kinski
Die Handlung spielt einige Jahre vor dem ersten Teil, von den Darstellern aus diesem Film ist aber niemand auf der Leinwand zu sehen. Es geht auch hier wieder um einen Zeitreisenden, der erkennen muß, daß Veränderungen in der Vergangenheit auch Konsequenzen für die Gegenwart haben.
Ich musste doch staunen, dass ein Sequel des überragenden 1. Teils so schnell kommt. Kaum jemand hatte bislang davon gehört.....und leider kam es so wie es kommen musste, dieser 2. Teil kommt bei weitem nicht an den ersten heran der ja schon quasi Kultstatus hat. Der Regisseur hat bisher auch eher TV Serien gemacht was in der doch relativ statischen Bildführung absolut deutlich wird....weitestgehend sehr konservativ und kein Stück innovativ. Immer wieder hält die Kamera einfach nur aus der Halbtotalen drauf, absolut unverbindlich, keine atemberaubenden Kamerafahrten wie im ersten Teil...stimmt, das ist eigentlich der Punkt der den Film am meisten runterzieht....es ist eigentlich eine Frechheit den Titel dafür verwenden zu dürfen...das hier nicht die Macher und Schauspieler des 1. Teils dagegen vorgegangen sind ??
Den Inhalt werde ich hier nicht lange wiedergeben, er versucht in Grundzügen die main Storyline des 1. Teils wiederzugeben in dem er die Verstrickung der Zeitlinien aus Vergangenheit und Gegenwart aufzeigt. Hauptdarsteller Nick merkt einfach, dass er durch das Konzentrieren auf Bilder sich in die Vergangenheit "beamen" kann und dort auf Ereignisse einwirken kann. Diese Eingabe erfolgt ihm nach einem schweren Verkehrsunfall bei dem drei seiner Freunde sterben.
Es war sicherlich klar das der Überhit von 2004 nicht wiederholt werden kann. Diesen Anspruch sollte man nicht haben. Aber trotzdem kommt einem bei schauen die ganze Zeit ein schales B-Movie Gefühl entgegen. Wenn der Film nicht den Titel tragen würde, würde ich ihn nie mit dem genialen 1. Teil in Verbindung bringen. Zum Glück ist er mit unter 90 Minuten relativ kurz und jeder Minute länger würde zu viel sein. Ein typische direct-to-Video Produktion eben. Dafür ist er allerdings dennoch einigermassen unterhaltsam und längst nicht sooo schlecht wie viels aus dieser Ecke.
Es fehlt dem Film der tragische, ja verzweifelte Grundton, die Aussichtslosigkeit, die Dramatik und es gibt auch fast keinen Bezug zum 1. Teil was auch enttäuscht. Bis auf den schweren Autounfall bei dem es ziemlich knallt und es Tote gibt, fehlt auch die gute Portion grafischer, aber auch Psycho-Gewalt, die auch den ersten Teil interessant gemacht hat.
Die Schauspieler sind guter Durchschnitt, können natürlich nicht mir dem Charisma der "Stars" des Vorgängers mithalten. Es fehlt dem Film die Magie und sogar die Szenen des "Zeitreisevorganges" sind in der Umsetzung lasch und lahm gegen die des Originals. Und auch die Dialoge sind einfach Einheitskost und wirklich typisch overground amerikanisch langweilig. Mir fällt auch keine Szene oder ein Handlungstwist ein der hier einer besonderen Erwähnung bedarf...es plätschert handliungsmässig alles so vor sich hin.
Zusammenfassen ist zu sagen: Dieser Film ist wirklich nicht nötig gewesen, zumindest nicht als Sequel des Überhits von Teil 1. Nicht falsch verstehen, er ist immer etwas besser als viele Einheitskost die es sonst so gibt, aber von einem offiziellen Nachfolger hätte ich schon deutlich mehr erwartet. Wer sich Teil 2 nennt kann nicht ausser Konkurrenz laufen, er muss sich mit dem Vorgängen messen lassen. Deswegen kann ich - auch in bezug auf den 1. Teil - leider nur unterdurchschnittliche 3/10 Punkten geben.