Da haben wir einen der meistberededsten Anti-Kriegs-Kult-Film der letzten 20 Jahre. Allerdings können Sichtweisen und Eindrücke sich stark ändern. Habe mehrere Anti-K-Filme in den letzten 10 Jahren gesehen und wollte zum Vergleich mal FMJ sehen, der ja in jedem 2. Film bzw. Episode in TV Serien angesprochen wird. Ich will ihn keinesfalls seine Klasse absprechen oder die Taten verharmlosen/gutheißen, aber er ist definitiv NICHT härter/schlimmer als andere dieser Kategorie. In den ersten 15-20 Minuten, wenn der GunnarySgt losbrüllt musste ich eher lachen als schockiert zu sein, er war hart aber nicht angsteinflössend. Mein Kompanietruppführer zu meiner Dienst hätte ein fieseres Organ. Interessant mal den jüngeren DOnofrio (Goren/Criminal Intent) als etwas zurückgebliebener, dicklicher Trampel in Aktion zu sehen, allerdings kam mir der Abschied zu Suspekt rüber. Ausser blöden Sprüchen, die hauptsächlich unter die Gürtelline gehen, sticht dieser Film den anderen Vertretern dieses Genres nicht weiter hervor. Wirkt alles ein wenig zusammengeschustert, da anfangs NUR Donofrio zu sehen ist und auf einmal ist Matthew Modine der Hauptakteur, von dem man vorher nicht zuviel gesehen hat. Ende der 80-er war das vielleicht mal ein neues, verstörendes Stück Realfilm, heute, nachdem es viele solche Filme gibt, ist er einer von vielen. Für mich persönlich nur Mittelmaß 5/10.