Review

Was des öfteren als "bester Antikriegsfilm aller Zeiten" gepriesen wird, ist meiner Meinung nach ein verdammt schwaches Werk eines Regisseurs, der ohnehin ständig zwischen "super" und "grottig" pendelt. Denn betroffen macht einen "Full Metal Jacket" keineswegs. Im Gegenteil: in der ersten Hälfte des Films sehen wir Soldaten in der Ausbildung, die permanent von ihrem Ausbilder (noch das beste am Film: R. Lee Ermey) aufs Übelste schickaniert werden. Das ist eigentlich nur eine Aneinanderreihung von derbsten Schimpfwörtern - sonst nichts!
Und gerade deshalb wirken diese Szenen in ihrer Überzogenheit nur noch lächerlich!
Noch schwächer wird´s dann aber in der zweiten Hälfte, wenn die Soldaten dann ihren ersten Kriegseinsatz erleben. Denn gerade in solchen Szenen haben Antikriegsfilme normalerweise ihre Stärken. Nicht jedoch "Full Metal Jacket" - alles viel zu platt und distanziert dargeboten. Man fühlt einfach nicht mit den jungen Soldaten, es berührt einen kaum.
Fazit: anfangs peinlich, nachher zu wenig bedrückend - kein Vergleich zu wirklich starken Antikriegsfilmen wie beispielweise "Black Hawk Down"!

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