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Eine irrgartenartige Barracke mitten im Wald ist nicht unbedingt das innovativste Ambiente für einen Horrorfilm, aber Marc Rohnstock hat ein Gespür für Atmosphäre und holt für seinen Old School Amateursplädda das Beste aus dem Gemäuer heraus, z.B. durch adäquate Dekoration und Beleuchtung. Ein einheitlich beklemmender Score hilft zusätzlich, eine finstere Stimmung zu generieren und konsequent aufrechtzuerhalten. Abstriche müssen selbstverständlich beim minimalistischen und zweitrangigen Plot gemacht werden, der durch langes Draufhalten bei jeder Einstellung aufgebläht wird. Gepunktet wird dafür mit Gore, trotz wässrigem Blut und tricktechnisch leicht zu durchschauenden Verstümmelungen. Warum allerdings das Monster ausschaut wie ein blutverschmierter, aber völlig gewöhnlicher Straßenschläger, das wissen wohl nur die Beteiligten.