Review

Oh, Crab!

„Island Claws“ lässt durch radioaktive (?) Strahlung Krabben auf einem urlaubsreifen Fleck Floridas extrem wachsen und dadurch zur echten Gefahr für die Anwohner werden…

Pein, Schere, krepier!

Inselige Urlaubsstimmung und radioaktive Riesenkrabben… viel schief gehen konnte da eigentlich nicht. Für meinen Geschmack. Zwar ist „Island Claws“ die meiste Zeit ein Schnarcher. Wirklich böse kann ich ihm aber nicht sein. Spätestens wenn im Finale die Riesenkrabbe kaijuartig und selbstredend CGI-frei zum Einsatz kommt, hatte „Island Claws“ sämtliche Häme, Langeweile und wirklich schlechte Kritik meinerseits abgestreift. Ja, man wartet im Grunde immer nur auf die nächste Krabbenattacke. Allzu viel gibt’s vor dem Showdown nicht. Die Namen und Beweggründe der Figuren waren mir schon während des Gucken entfallen. Aber als Monsterfilm - charmant, handgemacht, altmodisch - macht dieser trashige Inselscherenschnitt dann doch viel zu wenig falsch, um ihn von Herzen zu hassen. Ich mag ihn sogar. Ohne ihn je größer machen zu wollen als er ist. Schönes, naives Creature Feature mit Sommervibes und Einsteiger-/Kinderfreundlichkeit. Den kann man auch gut mit dem Nachwuchs gucken. Für die ist das aufregend und gruselig und haptisch genug. Nehme ich immer noch lieber als manch einen neuen „Jurassic World“. Irgendwo weht durch ihn eine etwas harryhausige Sommerbrise. 

Fazit: wenn die kleinen wie riesigen Krabben in Aktion sind, dann läuft's wie geschmiert. Die Urlaubsvibes liefern den Rest. Über die Story und Figuren legen wir ansonsten besser den Mantel des Schweigens… 

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