Ein weiterer Vertreter des Billig-Horror-Films. Ich komme, ich eile! Von vielen Ecken her schon maßlos kritisiert war ich gespannt darauf, als was sich der "Mexican Werewolf in Texas" dann entpuppen würde.
Ganz stilecht und mit einer großen Portion ungelenkes Schauspielern sind wir am Anfang auch schon bei unserer Teenie-Truppe. Ms. Barbie, Mr. Blöd, Ms. Mauerblümchen und Ms Final-Girl sitzen also rum und natürlich ist einer in der Gruppe ein totaler Chupacabra-Fan. So heißt dann auch das Viech im Film, was eher eine Art mutierter Wolf ist und mit Werwölfen soviel zu tun hat wie ein Vegetarier mit einem Schnitzelrezept.
Ganz klarer Fall von Titel-Fehlleitung, aber was solls, so drollige Eskapaden kennt man ja von B-/C-Movie-Filmchen.
Weiter gehts auch schon mit den ersten, sehr schnell geschnittenen Angriffen. Da merkt man gleich, dass der Regisseur entweder bewusst den Schleier des "Nicht-Sichtbaren" über die blitzschnellen Attacken gelegt hat, oder ob die Effekte einfach nicht mehr hergegeben haben. Zwar alles andere als unblutig kann man oft nur erahnen was gerade passiert, ein paar etwas blutigere Gedärm-Szenen kommen dann aber immerhin im Laufe des Streifens noch vor. Die satt-dummen Charaktere tölpeln sich durch die Landschaft und ein Chupacabra-Jäger meint zu wissen, dass Schafe aus dem Weltraum kommen. Ah ha!
In all diesem Flachsinn schwelt dann auch noch eine Rassenunruhe im Dorf zwischen Amerikaner und Mexikanern, die man aber zum Ende hin wohl auch wieder vergessen hat. Macht nichts, dafür ist nach guten 80 Minuten auch schon wieder vorbei, der Chupacabra wurde platt gemacht (nach soviel Blödheit von den handelnden Akteuren ein kleines Wunder) und der Abspann flimmert über den Bildschirm. Naja.
Ich mag auf jeden Fall das US-Cover und der Flick ist mal was für Zwischendurch, mehr aber auf keinen Fall.
Wenn man Ebbe im Player herrscht besser als gar nichts, aber vielleicht fällt uns da ja doch noch was besseres ein...