Der weiße Rapper Rapturious könnte die nächste große Nummer im Musikbusiness werden. Jedenfalls glauben das seine Managerin und Freundin Debbie sowie einige andere Typen, die angeblich Ahnung von rythmischem Sprechgesang haben. Rapturious aber ist auf dem Selbstzerstörungstrip, spätestens, seit er sich von seinem Dealer die neue Droge Afterlife aufschwatzen ließ. Die lässt ihn bald virtuell an Morden teilnehmen, nicht ahnend, das ein ruheloser Serienmörder seinen Körper zu okkupieren trachtet.
Der Film fängt ganz schmissig an mit einem Teaser der völlig ortsfremd im Wilden Westen spielt. Hier wurde der Massentöter Dead Eye Pete geschnappt und ordnungsgemäß vom hiesigen Marschall aufgeknüpft. Zurück in die Gegenwart fährt der Geist des Gehängten mehr oder weniger in die Birne des fiktiven Rapper Rapturious begünstigt durch dessen Vorliebe für schlechten Stoff. Das der Film nach der Anfangssequenz steil bergab stürzt merkt man gleich in der ersten Szene, in der der Rapfuzzi zu einem Interview geladen wird, in dem die Beteiligten absolut "natürlich" und "realistisch" agieren, Schmierentheater vom allerfeinsten. Die Synchro verbockt dabei ebenso mal wieder alles durch fortschreitende Lustlosigkeit der Sprecher. Die folgende Handlung besticht dann durch ziemliche Konfusität, da Man from da Hood kippt sich schlechten Stoff, hat Halluzination (geschieht ihm recht) und hat im Delirium brutale Visionen, das wiederholt sich dann noch mehrmals ohne jedoch interessant zu werden. Zudem nerven mit fortlaufender Zeit die Pseudo-coolen Rap Duelle, die im Originalton vielleicht mal gut waren (hatte aber grad keine Lust auf die englische Tonspur), aber leider auf deutsch übersetzt wurden und eigentlich nur dämlich rüberkommen.
Die Horror Elemente sind vernachlässigenswert, hin und wieder gibts etwas Blut oder eine Dämonenfratze zu sehen wenn der Rap Hänfling (Wo sind Ice-T oder Coolio wenn man sie mal braucht) mal wieder deliriert, aber es ist eher ein Musikfilm im amerikanischen Sprechgesangsmilieu mit dem üblichen Wust an Kraftausdrücken und Drogen, wie es in der Szene wohl üblich sein soll. Wer auf die Idee gekommen ist, das sich jemand für diese lahme Story außerhalb von Downtown New York interessiert, bleibt rätselhaft. Rapturious ist ein billiger Low Budget C-Movie, der weder Horrorfans noch Freunde gesungener Schimpfwörter gesteigert interessieren wird.
Ums mal im Filmstil zu sagen:
"This movie is boring like hell, they shall all rott in a cell. Who gives back my wasted Time, so I desperately start to rhyme. My DVD will soon be slain, right after I puked out my brain."
(c 2009 by MC Kiste, yo brother)
1,5/10