In Amerika erkranken zunehmend Menschen an einer Krankheit, die durch den so genannten Hades-Virus ausgelöst wird. Ein Mediziner und Geheimagent, gespielt von Stephen Dorff, beginnt mit der Suche nach dem Ursprung des Virus und stößt dabei auf eine Verschwörung.
"Der Hades Faktor" erinnert in seinen Grundzügen zunächst einmal an die TV-Serie "24", aber im Gegensatz zur Serie ist der Film leider überaus langweilig, sehr vorhersehbar und Stephen Dorff ist leider auch kein zweiter Kiefer Sutherland. Zunächst einmal hätte man mit der Grundidee um einen Virus und dessen Ausbruch und bei einer Lauflänge von 160 Minuten einen wirklich gelungenen Thriller kreieren können, doch leider kann das Werk einen als Zuschauer überhaupt nicht unterhalten, was vor allem auf die schwache Story zurückzuführen ist. Die Handlung ist unglaublich einfallslos und die Wendungen sind teilweise vorhersehbar und teilweise dermaßen unwahrscheinlich und abenteuerlich, dass der Film beim besten Willen keine Spannung aufbauen kann. Die Charakterkonstruktion ist nahezu lächerlich und hat nicht einmal einen Ansatz von Tiefe, sodass auch die Dramatik auf der Strecke bleibt und man als Zuschauer endgültig keinen Einstieg in den Film findet. Das Finale ist ebenfalls schwach und enttäuschend, womit "Der Hades Faktor" endgültig scheitert. Einen billigeren Abklatsch diverser Viren-Thriller und der Serie "24" hätte man kaum machen können.
Mit "Blackout" und "Volcano" hatte Mick Jackson bereits des Öfteren beweisen können, dass er weder sonderlich großes Talent als Regisseur hat, noch, dass er auch nur einen Ansatz von neuen Ideen liefert. Und genauso ist leider auch die Inszenierung von "Der Hades Faktor", nämlich einfallslos und lieblos. Ohne auch nur ein bisschen Humor in den Film einzubauen, oder wenigstens eine gespannte Atmosphäre zu erzeugen setzt Jackson den Film in Szene und vernichtet somit endgültig jegliches Interesse des Zuschauers an dem überaus schwachen Werk. Die Filmmusik baut keine Spannung auf und da weder ein paar auflockernde Gags, noch ein paar gelungene Action-Szenen mit in den Film eingebaut wurden, ist "Der Hades Faktor" noch langweiliger und ist alles in allem absolut unterdurchschnittlich. Das Erzähltempo ist dabei sehr schleppend und der Film ist damit eine 160-minütige, langweilige Tortur, die wirklich niemanden zu empfehlen ist. Andere Viren-Thriller wie "Outbreak" hatten doch gezeigt, dass es wesentlich besser geht, da man bei diesen die Viren förmlich spüren konnte, aber dieser Film ist dermaßen steril, dass sich die Macher schämen sollten.
Stephen Dorff, der in "Blade" und "Cold Creek Manor" bewiesen hat, dass er es eigentlich besser kann, passt sich dem Niveau des Film an und wirkt als Agent und Wissenschaftler sehr gelangweilt und nur mäßig am Film interessiert, was aber möglicherweise auch auf den unterirdischen Regisseur zurückzuführen ist. Wenn nicht einmal die Darsteller Interesse am Film vermitteln können, wie will man dann als Zuschauer Gefallen an diesem Werk finden? Der übrige Cast ist aber leider kaum besser, die Darsteller wirken allesamt gelangweilt und keiner der Schauspieler kann sich wirklich empfehlen. Bei diesem Streifen gibt es wirklich nichts Gutes.
Fazit:
Mit gelangweilten und schwachen Darstellern, einer lieblosen und langatmigen Inszenierung und einer unrealistischen und einfallslosen Story ist "Der Hades Faktor" ein absolut unterirdischer und langweiliger Thriller, der offensichtlich bei der TV-Serie "24" abschaut.
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