Davor und danach entstand im Jahre 1996 unter der Regie von Barbet Schroeder. Der Film ist ein Familiendrama im eigentlichen Sinne. Der junge Jacob (Eward Furlong) wird des Mordes an der jungen Martha verdächtigt. Doch ist er auch tatsächlich der Täter?
Obwohl "Davor und danach" glänzend besetzt ist, fehlt es dennoch an der nötigen Spannung und Intensität. Liam Neeson spielt den Familienvater zwar sehr überzeugend (hier noch vor seiner Weltkarriere bedingt durch "Schindlers Liste") doch auch er kann das mäßige Drehbuch kaum retten. Meryl Streep´s Part erinnert sehr stark an ihre Darstellung in "Das Geisterhaus". Man könnte wirklich den Eindruck gewinnen, sie spiele die gleiche Rolle in abgewandelter Form noch einmal. Überraschend gut besetzt sind auch sämtliche Nebenrollen. Alfred Mollina als ehrgeiziger und cleverer Anwalt ist einfach grandios. Seine Darstellung allein macht den Film sehenswert. Hätte Barbet Schroeder etwas mehr Wert auf Atmosphäre gelegt, wäre "Davor und danach" sicherlich ein hervorragendes Psycho-Drama geworden. So aber hinterlässt der Streifen keinen bleibenden Eindruck