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Durch eine Verknüpfung unglücklicher Umstände tritt ein biologisches Giftgas aus einem Fass aus und sorgt in einer Kleinstadt dafür, dass Tote aus ihren Gräbern steigen, die einen großen Appetit auf Gehirn verspüren und einer Gruppe von Überlebenswilligen das Leben schwer machen.

"Verdammt, die Zombies kommen" ist eine gelungene Mischung aus Horror und Komödie und die Fortsetzung "Toll treiben es die wilden Zombies" schlägt in genau die selbe Kerbe, wobei der Humoranteil wesentlich höher ausgefallen ist und die Gruselstimmung in den Hintergrund tritt.
Die Geschichte des ersten Teils wird im Grunde genommen lediglich neu aufgetischt. Wieder tritt aus einem der Militärfässer der biologische Kampfstoff aus, gelangt wieder über Regen in den Boden eines Friedhofs, was wieder für das Auferstehen der Beerdigten sorgt, die wieder einen Heißhunger auf Gehirn verspüren und wieder wehrt sich eine bunt gemischt Gruppe gegen die Horde der Untoten. Wer also den ersten Teil gesehen hat, den erwarten hier kaum Überraschungen.
Die Truppe der Überlebenskämpfer besteht aus einem kleinen Jungen, der die Hauptrolle inne hat und als erster von den Zombiemachenschaften erfährt, seiner scharfen Schwester, die sich gerne vorm Fernseher mit Aerobic fit hält, einem jungen Handwerker, der gerade in deren elternfreiem Haus tätig ist und zwischen denen natürlich zu einer Liebelei kommt, einem Grabräuber, seinem Gehilfen, dessen Freundin und einem leicht verwirrten Doktor.
Die Darstellerleistungen gehen vollkommen in Ordnung, wobei die Rollen des Grabräubers (der in der deutschen Fassung vom späteren Homer Simpson Synchronsprecher zum Besten gegeben wird) und des Arztes stark klamaukig ausgefallen sind, was zu overactenden Darbietungen der beiden sorgt.
Auch die nicht selten gesäten Auftritte der sprechenden, laufenden, schlauen und autofahrenden Zombies führen zu heiteren Momenten, wobei auch hier gilt, dass, wenn man den ersten Teil kennt, einige Ideen einem verdächtig bekannt vorkommen. Schön sind dann solche Einlagen wie der Versuch eines Zombies aus seinem Grab zu steigen, was ihm auf Grund von immer wieder auf ihn stapfenden Berufskollegen schwer fällt, die Hungerbefriedigung einer Untotenhorde im städtischen Haustiergeschäft, der auf Gürtelhöhe geteilte Wiedergänger, dessen obere Hälfte versucht, seine weggehwillige untere Hälfte aufzuhalten oder der Michael Jackson Verschnitt, der im ansonsten eher gemächlichen Finale eine Showeinlage ala "Thriller" hinlegt.
Die Masken und Puppentricks, mit denen die Zombies umgesetzt wurden, sind wieder sehr ansehnlich, auch wenn mir hier die Effekte im ersten Teil etwas besser gefallen und der tolle Kellerzombie aus Teil 1 gibt sich wieder ein leider viel zu kurzes Stelldichein.

Insgesamt ist "Toll treiben es die wilden Zombies" eine recht unterhaltsame, im Finale etwas stolpernde Angelegenheit, die vieles aus dem ersten Teil wiederholt und daher nicht mehr ganz so erfrischend daherkommt, aber unterm Strich dennoch zu den guten Zombiekomödien gezählt werden darf.

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