Seit Pearl Harbour gab es keinen externen Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika mehr!
Der 11 September des Jahres 2001 sollte die mächtigste Nation der Welt eines Besseren belehren!
Die kontinentale Festung U.S.A. wurde erschüttert und der amtierende Präsident George W. Bush sah sich, zuerst paralysiert und dann wahnhaft vom Terrorismus bedroht, zu einem illegitimen Angriffskrieg auf den Irak verpflichtet.
Die Twin Towers, Wahrzeichen New Yorks, wurden von zwei Passagiermaschinen empfindlich getroffen, so dass sie einstürzten und mehrere tausend Menschenleben den Tod brachten.
Der Schock der Amerikaner saß tief und erstmalig wurde hinterfragt, warum und wie es dazu kommen konnte, dass die militärische Weltmacht ins Wanken gebracht werden konnte.
„Scapegaoting“ war die Devise der amtierenden Regierung und sie bescherte sich damit nicht nur heftige globale Kritik, sondern auch einen Massenverfolgungswahn der Superlative im eigenen Land!
Einigkeit besteht zumindest darüber, dass Tausende von Menschen ihr Leben lassen mussten und viele schwer verletzt wurden (sowohl körperlich als auch seelisch).
Das ein Film zu diesen tragischen Ereignissen folgen würde war so sicher wie das Amen in der Kirche, doch wann würden die U.S.A. für ein solches Werk bereit sein? Wann würden körperliche und seelische Wunden verheilt oder zumindest vernarbt sein, um eine Hollywood- Aufarbeitung dieses traurigen historischen Ereignisses zu verkraften?
Der „Natural Born Killers“ Regisseur Oliver Stone dachte sich, dass die Zeit der Auf- und Verarbeitung wohl die betreffende Generation ein Leben lang beschäftigen würde (Mit Fug und Recht) und entschloss sich fünf Jahre nach den terroristischen Ereignissen einen Film zu präsentieren, der zur Aufarbeitung beitragen soll.
Um es im Vorfeld zu sagen: Dies ist ihm mit
„World Trade Center“
grandios gelungen, was ich nicht von ihm erwartet hätte.
Stone fängt das Chaos sensibel ein, indem er zwei Schicksale von Rettungskräften schildert, welche selbst Opfer der einstürzenden Twin Towers werden und um ihr Überleben kämpfen müssen!
Politisch wird hier kein filmisch selbstsuffisantes Statement (außer man mag „Heldentum“ dahingehend deuten) abgegeben, sondern Stone konzentriert sich auf die humane Perspektive und das absurde Schicksal der Retter, die zu Opfer werden und deren Familienangehörigen.
Schauspielerische Höchstleistungen sind bei Nicolas Cage und Michael Pena zu verzeichnen, welche sich gegenseitig dazu motivieren ihren Lebenswillen nicht aufzugeben. Der Zuschauer leidet mit den beiden Protagonisten mit. Eine fortwährende Gänsehaut erzeugte „WTC“ beim ansehen und peinigte mich dazu, obwohl es klar war das zu gegebener Zeit Hilfe kommt, auf baldige Hilfe für die beiden zu hoffen.
Fazit:
Stone ist ein sensibles filmisches Werk über den 11 September gelungen, was kein politisches Statement abgibt, sondern die tragische Realität zweier Schicksale erzählt, die in den Ruinen des heutigen „Ground Zero“, um ihr Überleben kämpfen.
Wer hier Propaganda und falsches Heldentum identifiziert tut dem Film nicht Recht. So genannte Helden gab es an diesem Tag auf alle Fälle und das kann ruhig erwähnt werden.
"World Trade Center" ist Sensibel und aufwühlend zugleich, kein Film der einen zeitgenössischen Kreuzzug propagieren oder legitimieren möchte!
10 Punkte