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"Children of Men" kippte beim Filmstart in den U.S.A an der Kinokasse kräftig ab. Medienberichten zufolge, soll er nicht einmal die Hälfte der Produktionskosten eingespielt haben. Da er jedoch hierzulande weitgehendst von der Kritik wohlwollend aufgenommen wurde und Europa gegenüber den U.S.A ohnehin für ambitionierte, eher anspruchsvolle Filmkunst (und dessen Verständnis) steht, wollte ich mir "Children of Men" im Kino ansehen. Da stand ich dann, ca. zwei Wochen nach Filmstart im Kinopalast und weit und breit kein "Children of Men" mehr auf dem Spielplan.
Jetzt, nach DVD-Start weiß ich auch weshalb.
Seltsamerweise ließt man jetzt auch deutlich mehr durchschnittliche Beurteilungen. Es taucht oft dieses schöne Wort "ambitioniert" auf, was mich an den klassischen Bewerbungszeugnissatz "...er/sie war stets bemüht..." erinnert.
Sicherlich ist "Children of Men" ein ambitioniertes Projekt - nur hat es leider nichts gebracht.
Das Zukunftshorrorszenario ist nicht gerade neu. Alle schlimmen Vorhersagungen treten natürlich ein und als absoluten Höhepunkt der Tragik werden Frauen unfruchtbar. Ohne sich jetzt in Storydetails zu verlieren, so planlos wie Theodor Faron (Clive Owen) durch den Film stolpert, so planlos saß ich vor dem Fernseher. Es fehlt an einer gutstrukturierten Story, alles dümpelt erwartungsgemäß vor sich hin. Die Filmfiguren sind entweder sehr geradlinig oder sehr schwammig charakterisiert. Anstatt mehr Inhalte aufzubauen, verliert sich der Film zum Ende hin in banalem Schlachtengetümmel. Und wieder einmal im Jahre 2006/2007 muss der "Held" am Ende sein Leben lassen.
"Children of Men" ist leider wirklich nur schwacher Durchschnitt. Alfonso Cuarón (der Regisseur) war stets bemüht...

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