Alle Kurzkommentare


6

Von seiner Mentalität her ist das ein dystopischer SciFi-Thriller im Stile der betrüblichen, nachdenklich stimmenden Genrevertreter der frühen 1970er, allen voran SOLYENT GREEN (die Beziehung von Clive Owen und Michael Caine erinnert immens an die Freundschaft zwischen Charlton Heston und Edward G. Robinson), nur halt äußerlich im dreckigen Wackelkamera-Look des frühen 2000er Kinos präsentiert. Es ist ein klassischer Fall von: Wenn Leute einen Science Fiction Film inszenieren, aber insgeheim keinen echten Bock darauf haben. Darum ist die Grundidee grandios, aber die Umsetzung ist manchmal etwas seltsam. Mir gefallen die hyperrealistischen Actionsequenzen und die konsequente Darstellung der finsteren, unmenschlichen Zukunft. Weniger gut finde ich die vielen langatmigen, geschwätzigen Passagen, die religiösen und esoterischen Untertöne und dass Julianne Moore so früh abnibbelt.

5

Gute Schauspieler, tolle Atmosphäre und eine phantastische Zukunftsvision... und trotzdem voll daneben. Dieser Film ist anspruchsvoll und gut gemacht, aber er verfehlt meine Ansprüche um Längen. Als SciFi-Fan erwarte ich eine rasche Erzählweise, Action, Spannung und gezielt eingesetzte Spezialeffekte. Die wenigen wirklich guten Szenen lassen sich an einer Hand abzählen. In Zukunft werde ich gänzlich die Finger von Dramen lassen. Film anschauen muss einem ein gutes Gefühl geben und positiv inspirieren. Ich emfinde es als pure Kräfteverschwendung zuerst wertvolle Lebenszeit in einen Film zu investieren um danach in Melancholie, Nachdenklichkeit und Depression zu verfallen. Fazit: Der Streifen ist rein optisch gelungen, nur die Handlung ist langatmig und schlaff. (5/10)

6

Standard-Dystopie mit brauchbaren, aktuellen Bezügen "Children of Men": irgendwo zwischen "Blade Runner", "12 Monkeys" und "Flucht ins 23. Jahrhundert" (Logan's Run) gelegen, verspricht diese Produktion gehobene SF-Filmkost der anspruchsvolleren Art. Leider ist hier alles nicht wirklich neu: stillistisch sicher, aber nicht orginiell - die an Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichermaßen gerichtete ökonomische Kritik hat zwar Substanz, ist als solche aber auch schon wieder abgedroschen. Als Fazit bleibt konsequenterweise zu sagen, dass sich die Filmwirtschaft nach wie vor verschließt, echte, gegenwärtige SF-Literatur zu verfilmen, und sich weiterhin lieber darauf beschränkt vermeintlich handlichere Stoffe umzusetzen. Schade eigentlich. Rating 6.5

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