Kann ein Film körperliche Schmerzen verursachen?
Bis gestern Abend hätte ich mit einem eindeutigen "Natürlich nicht" geantwortet, heute muss ich dazu jedoch sagen "Autsch".
Die Logiklöcher in "Wicker Man" sind so groß, das die Löcher an sich da durchpassen, die Schauspieler (nicht wenige von denen man hätte erwarten können das die den Film schon irgendwie ausfüllen) agieren allesamt hölzern bis dumm und im Falle von Cage sogar weitgehend nicht nachvollziehbar. Es ist schwierig bis unmöglich Sympathie zu der Figur von Cage aufzubauen, aber dummerweise basiert ein nicht geringer Teil des Films darauf, das man genau das eigentlich müßte. Was soll man von einem Protagonisten halten, der in eine völlig autark lebende Gemeinde tritt, die den Kontakt mit Fremden eher scheut und als erstes fällt ihm nichts besseres ein als erstmal alle anzuschnauzen und zu brüskieren?
Die einzige "Mystery" des Films ist übrigens: "Stand das alles wirklich so im Drehbuch? Und wenn ja: Warum haben all die bekannten Darsteller dann trotzdem zugesagt?".
Lediglich der Beginn des Filmes verspricht kurz, dass der Filmabend gelingen könnte, aber leider nur die ersten 5 - 10 Minuten und danach -> Autsch (Um genau zu sein: Kopfschmerzen und Wadenkrämpfe).
Schade um die Zeit.