Review

Inhalt (englische Fassung, 92 Minuten):

China, vor wohl mindestens 100 Jahren. Der junge Wai Chi (Nick Cheung Lik) wird zusammen mit seinem Onkel Huang Ka (Sham Chin-Bo) brutal überfallen. Für diesen Anschlag sind "4th Brother" (Chan Lau) und dessen Schergen verantwortlich. Sie gehören zu einer verbrecherischen Bruderschaft, die die Gegend terrorisiert.

Wai Chi und Huang Ka gelingt verletzt die Flucht in das Kloster der Shaolin, Huang Ka stirbt dann letztendlich.
Der Mönch Huang (Yeung Chak-Lam) wird zum Mentor Wai Chis, der niedere Arbeiten übernimmt, kaum etwas lernt hinsichtlich KungFu, und der das Kloster stets verlassen darf.
Dabei begegnet er einer sehr schönen jungen Dame: Yu Ti (Jeannie Chang) ist attraktiv, und eine klasse KungFu-Fighterin. Ihr Vater (Fan Mei-Sheng) ist einer der Markt-Händler, und beherrscht ebenfalls ein starkes KungFu.

Später stellt sich heraus, Yu Tis Vater ist der Bruder des Vaters von Wai Chi, also sein Onkel - somit ist Yu Ti die Cousine Wai Chis.
Wai Chis Vater (Max Lee) wurde einst vom "1st Brother" (Hwang Jang Lee) der Bruderschaft brutal getötet! Dieser Mord ist bislang ungesühnt.

"1st Brother" hat starke Kampfes-Brüder, so "3rd Brother" (Lau Kwok-Shing) und vor allem "2nd Brother" (Bolo Yeung).
Mönch Huang kann zwar "4th Brother" im Kampf töten, doch gegen "1st Brother" hat er nicht die geringste Chance und kommt zu Tode.

Yu Tis Vater übernimmt nun die Ausbildung in der Technik der "8 Gods Fist" für Wai Chi.
Schließlich kommt es zum Show-Down gegen die Bruderschaft, und zum Duell auf Leben oder Tod zwischen Wai Chi und "1st Brother"...!


Kritik:

Im Jahre 1979 (laut hkmdb.com) realisierte Regisseur Joseph Kuo für seine Filmgesellschaft "Hong Hwa International Films" in Hongkong diesen KungFu-Actioner mit Starpower, klasse Fights und leider wirr-konfuser, schwach umgesetzter "Story".

Die Atmosphäre stimmt, schöne altchinesische Sets, und sehenswerte Outdoor-Locations, richtig wie für einen kommödialen Eastern gemacht. Handwerklich ist das auch sauber gemacht, hohes Star-Aufkommen und rasant-dynamische KungFu-Fightaction.

Doch hapert es hier doch sehr an der Umsetzung einer richtigen Storyline. Wirr-konfus, zunächst sehr episodisch, was der "Geschichte" einen inkohärenten Eindruck verpasst. Und all dem zu folgen ist ausgesprochen schwierig, und teils recht nervig.
Dazu baut Regisseur Kuo auch noch die Long-Brüder Mark und Jack hier mit ein, wohl um noch mehr Starpower einzubringen.
Was die beiden da aber so sollten und zur Handlung beitragen, erschloss sich nicht, jedenfalls nicht mir.
Immerhin bieten sich die beiden im Endsegment dieses Eastern noch ein Duell mit klassischen KungFu-Techniken und vielen Feinheiten.

Zu der wirr abgekurbelten "Story" mischt sich noch reichlich albern-dümmlich-dämlicher Klamauk ala Eastern-Kommödie bzw. eher -Klamotte.
Dann bleibt Held Nick Cheung Lik im Kloster auch noch ohne richtige Ausbildung, spaziert aus dem Kloster raus und rein wie er will, hm ah ja.
Die ´richtige´ Ausbildung erhält der Held denn erst durch Fan Mei Sheng, der sich als der Onkel des Helden entpuppt. Erst durch eine sehr späte Rückblende sieht man denn da etwas klarer.
Und erst in der letzten halben Stunde erhält dieser Eastern durch die Ausbildung des Helden durch Fan Mei Sheng, die Übungsfights mit Jeannie Chang, guter Schnitt-Technik, -endlich- passender Musik (war vorher so geklaut wie unpassend), etwas mehr dramaturgischen Schmiss, Klarheit und überhaupt mehr Drive.
Die letzte halbe Stunde kann da etwas entschädigen, immerhin.

Wie die Starpower, neben den Long-Brüdern sind hier mit Nick Cheung Lik -der den zunächst naiven Helden, der zur Kampfmaschine wird, routiniert darstellt, eher eine actionlastige Rolle-, Fan Mei Sheng -als Grantler-Sifu ziemlich stark-, Bolo Yeung -mit selten dämlicher Perücke, dafür mit hartem KungFu- und Hwang Jang Lee als Hauptvillain mit leider wenig Screen-Time, doch einige namhafte Stars des Genres mit von der Partie.
Dazu noch die sehr niedliche, sehr attraktive Jeannie Chang, als Blickfang, "gute Seele" im Film, und als überraschend agile Kampf-Amazone. Und welcher Mann würde sich nicht in die schöne Jeannie vergucken? Ich jedenfalls könnte sie nur dann von der Bettkante schubsen, wäre ich mit Mikayla Demaiter und Alica Schmidt liiert, oder mit Skyler Simpson und Athing Mu.

Das Beste an diesem Film sind die KungFu-Fights, die klassische Techniken, eine fulminante Körperbeherrschung, sowie rasant-dynamischen Drive besitzen. Vor allem die letzte halbe Stunde mit den Trainings- und Übungsfight-Sequenzen überzeugt, und dann die Endfight-Action mit Cheung Lik und Hwang Jang Lee der endlich seine High-Kicks einsetzen darf.

Die Benotung ist schwierig. Die "Story" und deren "Umsetzung" -und ein guter Film, auch ein Eastern, braucht nun mal eine gute und fesselnd umgesetzte Story-, da springen gerade mal 2 von 10 Punkten bei raus.
Dafür fast 10 von 10 für die KungFu-Fightaction zuzüglich gelungener Atmosphäre, starken letzten 30 Minuten sowie der Starpower in diesem Eastern.

Macht im Schnitt: Sehr knappe, etwas wohlwollende 6 von 10 Punkten, die nur ein hartgesotten-eingefleischter Eastern-Fan vergeben tut. Aber der bin ich ja.

Details
Ähnliche Filme